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HCL in der Ausbildung

licht.de: Gutes Licht macht Schule

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Lichtszenen nach Bedarf

HCL orientiert sich am natürlichen Verlauf des Tageslichts: Morgens ist es heller und die Blauanteile im Licht höher, das Licht kommt flächig von oben. Der Körper wird so in Betriebsmodus versetzt. Gegen Abend steigen die Rotanteile, die Beleuchtungsstärke sinkt und punktuelles Licht dominiert: Der Körper kann zur Ruhe kommen. Lichtszenen, die an die jeweilige Unterrichtssituation angepasst werden können, sorgen in Unterrichtsräumen für besondere Effekte:

  • Aktivierung
    Lichtduschen steigern die Aufmerksamkeit mit höheren Farbtemperaturen (mindestens 5.000 Kelvin), Beleuchtungsstärken und Anteilen direkten Lichts – eine willkommene Unterstützung bei Klassenarbeiten oder Leseaufgaben.
  • Diskussion
    Für mehr Ruhe bei der Gruppendiskussion sorgen warme Lichtfarben und ein hoher indirekter Lichtanteil bei mittlerer Wandhelligkeit.
  • Entspannung
    Soll die Lernatmosphäre zur Entspannung beitragen, etwa nach Prüfungen oder bei Gruppenarbeiten, sind ein geringeres Beleuchtungsniveau, Farbtemperaturen von maximal 3.000 Kelvin und indirektes Licht gefragt. Die Bewegungsunruhe lässt nach.
Vor der ersten Stunde, nach dem Sport oder während Klassenarbeiten: Dynamisches Licht bietet unterschiedliche Lichtstimmungen, die aktivieren oder beruhigen.
(Bild: licht.de)

Jugendliche im sozialen Jetlag

Im Normalfall wird die Tageslichtautomatik genutzt. Denn sie hat Einfluss auf die nachhaltige Stabilisierung des 24-Stunden-Rhythmus (circadianer Rhythmus). Jugendliche, die abends spät schlafen gehen und morgens nur schwer in den Tag finden, leben im "sozialen Jetlag". Schüler, die an Studien teilnahmen, führten Schlaftagebücher. Ihre Auswertung zeigt, dass sich das Schlafverhalten unter dem Einfluss von HCL verlagern kann: Die Probanden gingen früher zu Bett und waren morgens eher fit.

Human Centric Lighting: Eine Beleuchtung, die visuelle, emotionale und biologische Gütemerkmale berücksichtigt, trägt zur Gesundheit bei und motiviert Schüler und Studenten.
(Bild: licht.de)

Licht taktet die innere Uhr

Warum funktioniert das? Licht taktet die innere Uhr: Die Sonne geht auf, wir werden wach. Der Abend dämmert, wir werden müde. Registriert werden die unterschiedlichen Beleuchtungen von den dritten Zellen im Auge, denn neben Stäbchen und Zapfen gibt es Fotorezeptoren, die empfänglich für nicht-visuelle Lichtwirkungen sind. Sie haben eine direkte Verbindung zum Gehirn. Von dieser inneren Uhr werden Hormone ausgesandt oder unterdrückt. Am Morgen werden stimmungsaufhellendes Serotonin und das stoffwechselanregende Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. Abends produziert die Epiphyse wieder den Müdemacher Melatonin.

Fördermittel nutzen

LED-Technologie und Lichtmanagementsysteme sind die Erfolgsfaktoren für eine HCL-Lichtlösung. Sie sparen Energie, reduzieren Betriebskosten und Treibhausgase. Die Umrüstung der Innen- und Hallenbeleuchtung auf hocheffiziente Beleuchtungstechnik wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit bis zu 25 Prozent bzw. 30 Prozent für finanzschwache Kommunen bezuschusst. Kitas, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Jugendwerkstätten sowie Sportstätten erhalten eine um fünf Prozentpunkte erhöhte Quote für ausgewählte Förderschwerpunkte.

Weitere Informationen

Die Brancheninitiative licht.de hat unter www.licht.de/lichtwissen umfangreiches Hintergrundmaterial bereitgestellt:

  • Heft licht.wissen 02 "Besser lernen mit gutem Licht" informiert über Beleuchtung für Bildungsstätten,
  • licht.wissen 19 "Wirkung des Lichts auf den Menschen" erklärt die biologischen Zusammenhänge und
  • licht.wissen 21 "Leitfaden Human Centric Lighting (HCL)" gibt Hinweise zur Lichtplanung.
  • Der HCL-Film veranschaulicht das Beleuchtungskonzept in Bild und Ton, und
  • Schüler der 1. und 2. Klasse erfahren im Minibuch "Wie wirkt Licht eigentlich auf mich?", was es mit dem Licht auf sich hat.
Über die Firma
licht.de
Frankfurt
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