Unfallgefahr im Winter durch unzureichende Beleuchtung vor dem Haus

Das gilt insbesondere im Winter, wo Dunkelheit und Glätte schnell zur Gefahr werden können. Und auch bei der Weihnachtsbeleuchtung im Außenbereich gilt es einiges zu beachten. Die Initiative Elektro+ aus Berlin gibt Tipps für sicheres Licht in der kalten Jahreszeit.

Advent, Advent, die Lichterkette brennt
Jetzt zur Adventszeit hat die stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung wieder Hochkonjunktur. Um Besucher und Nachbarn besonders nett zu empfangen, schmücken viele vor allem den Hauseingang üppig. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt, doch hier kann Gefahr drohen: Defekte Lichterketten sowie beschädigte oder überhitzte Kabel können schnell einen Schwelbrand auslösen. Erste Priorität beim Kauf einer Lichterkette daher: Nur geprüfte Produkte auswählen.

Die Prüfsiegel (GS- beziehungsweise VDE-Zeichen) stellen sicher, dass die Lichtdekorationen die europäischen Sicherheitsanforderungen einhalten. Im Außenbereich, wo die Beleuchtung mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, ist das noch wichtiger. „Von Produkten, deren Herkunft unklar ist oder die zu Schnäppchenpreisen angeboten werden, sollte man die Finger lassen. Hier gibt es oft gar keine Sicherheitsprüfung, oder Prüfzeichen werden unberechtigter Weise verwendet“, warnt Hartmut Zander von der Initiative Elektro+. Die energiesparendste Variante der Weihnachtsbeleuchtung sind übrigens LEDLichterketten. Sie gibt es inzwischen auch in warmen und stimmungsvollen Farben, passend zur Weihnachtszeit.
Gesucht: Schlüsselloch im Dunkeln
Auch nach der besinnlichen Zeit macht eine freundliche und zweckmäßige Beleuchtung den Zugangs- und Haustürbereich für Besucher, Postboten und Bewohner angenehm und sicher. Wandleuchten oder ins Vordach eingelassene Downlights werten den Eingangsbereich optisch auf. Besonders die Haustür sollte gut ausgeleuchtet sein, damit man in der Dunkelheit nicht erst lange nach dem Schlüsselloch suchen muss.

Ohne Licht an der Haustür stehen Besucher außerdem im Halbdunkel und der Gastgeber erscheint als Umriss, weil das Licht der Flurbeleuchtung blendet. „Diese kleinen Maßnahmen erleichtern einem später im Alltag das Leben, deshalb sollte daran bei einem Neubau oder einer Modernisierung unbedingt gedacht werden“, weiß Zander. In jedem Fall müssen die Leuchten für den Einsatz im Freien geeignet sein. Erkennbar ist das daran, dass sie mindestens mit dem Kürzel „IP 43“ für die Schutzart gekennzeichnet sind, beziehungsweise dieses „Tropfenzeichen“ tragen:
Vorsicht, Stolperfalle!

Wer im Eingangsbereich auf eine ausreichende Beleuchtung am Weg oder den Stufen verzichtet, sollte das Geld in eine gute Haftpflichtversicherung investieren. Wegleuchten und eingesetzte Orientierungslichter markieren den sicheren Weg und beugen Unfällen vor. „Gerade Hausbesitzer sollten hier sehr achtsam sein, da der Eigentümer der Verkehrssicherungspflicht unterliegt. Ist der Weg nicht ausreichend ausgeleuchtet, haftet er bei einem Unfall“, warnt Zander.

Wird das Licht mit einem Bewegungsmelder kombiniert, bringt das noch mehr Komfort und Sicherheit. Er schaltet tageslichtabhängig die Beleuchtung automatisch ein und minimiert so die Stolpergefahr. Unerwünschten Besuchern raubt er den Schutz der Dunkelheit.
Elektro+ - www.elektro-plus.com
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