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Weltweit größte Sammlung von Werken Munchs

Erco-Strahler beleuchten Bilder im Munch Museum Oslo

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

Fein abgestimmtes Licht

In einem Beleuchtungskonzept des Osloer Lichtplanungsstudios Zenisk werden die Kunstwerke fast vollständig mit dem universell einsetzbaren Strahlersystem Parscan von Erco beleuchtet. Das eigens für das Osloer Munch Museum entwickelte System verfügt über mehrere Baugrößen, optisches Zubehör und neun verschiedene, werkzeuglos austauschbare Lichtverteilungen.

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

So konnte Zenisk bei der Gestaltung die individuellen Anforderungen der Exponate berücksichtigen. Zudem erlaubt das System sowohl bei Wechsel als auch bei Dauerausstellungen eine unkomplizierte Neuanordnung der Leuchten. Die verschiedenen Arten von Kunstwerken – neben an der Wand hängenden, großvolumigen Gemälden ohne Verglasung auch gerahmte Bilder mit Verglasung und horizontal in Kabinetten positionierte Werke – wurden auf ganz unterschiedliche Weise in Szene gesetzt.

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

Installiert wurden rund 2.500 Dali-gesteuerte Parscan Leuchten in verschiedenen Wattstärken (12W, 24W, 48W) mit unterschiedlichen Lichtverteilungen und Zubehörelementen, die den Museumsbesuchern hervorragenden Sehkomfort bieten. "Wir haben die komplette Parscan-Serie eingesetzt, um das Licht individuell an jedes Kunstwerk und jede Ausstellungssituation anzupassen", so die Chefdesignerin Kristin Bredal von Zenisk.

 

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

Statisch und dynamisch

Die Einteilung des Gebäudes in zwei Zonen – eine statische und eine dynamische Zone – hatte auch Auswirkungen auf das Beleuchtungskonzept. In der statischen Zone befinden sich die Kunstwerke. Um diese zu schützen, gibt es dort zum Beispiel kein Tageslicht. Die dynamische Zone ist offener und verfügt über großzügige Glasfronten, die den Blick auf Oslo freigeben. Besucher gelangen von Ausstellungsbereichen mit Tageslicht in geschlossene, künstliche beleuchtete Bereiche. Dies erforderte, die Anpassung des Tageslichts an die für die Kunst erforderlichen niedrigen Beleuchtungsstärken konzeptionell zu berücksichtigen.

 

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

Zenisk wollte das Licht so gestalten, dass die Besucher sich intuitiv orientieren, die künstliche Raumbeleuchtung nicht als solche wahrnehmen, sondern den Eindruck gewinnen, die Bereiche seien durch natürliches Licht beleuchtet. "Wir wollten, dass die Kunstwerke so wirken, als seien sie auf natürliche Weise beleuchtet, ohne sichtbaren, betonten Fokus und natürlich ohne Reflexionen und Blendung", so Bredal. "Sowohl für das Museum als auch für uns hatte oberste Priorität, dass die Ausstellungsräume als hell und angenehm empfunden werden. Sie sollen weder dunkel wirken noch sollen die Kunstwerke darin wie Ikonen erscheinen."

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

Und sie fügt hinzu: "Es war auch wichtig, die reinen Farben und das Leuchten in Munchs Gemälden, Zeichnungen und Drucken hervorzuheben. Daher legten wir großen Wert auf die Lichtqualität, die Farbwiedergabe, die Verteilung und den Winkel des Lichts." Es wird durchgehend warmweißes Licht mit einer Farbtemperatur von 3.000K eingesetzt. Eine exzellente Farbwiedergabe war essenziell. "Das entscheidende Merkmal ist die Farbwiedergabe und es besteht kein Zweifel daran, dass Erco hier eine außergewöhnliche Qualität liefert", so Bredal. "Und natürlich schätzen wir Eigenschaften wie eine gleichmäßige Lichtverteilung und praktische Funktionen wie den einfachen Austausch der Optiken."

 

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

"Die Mona Lisa unserer Zeit"

Das Herzstück der Ausstellung ist zweifellos Munchs Werk "Der Schrei", das der amerikanische Journalist und Kunstkritiker Arthur Lubow als "Mona Lisa unserer Zeit" bezeichnet hat. Genauer gesagt, werden sogar drei Versionen des Kunstwerks gezeigt. Diese sind jedoch aufgrund ihrer Zerbrechlichkeit und Lichtempfindlichkeit in Vitrinen untergebracht, die sich im Laufe des Tages abwechselnd öffnen. Der Raum ist völlig dunkel, die Vitrinen sind schwarz gestrichen.

 

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

Bei entsprechend abgedunkelter Umgebung beleuchten Strahler der Elipse-Serie die Kunstwerke mit einer Lichtstärke von lediglich 25 Lux. "So entsteht der Eindruck, das Kunstwerk würde aus dem Dunklen hervortreten", so Bredal. "Die Qualität und natürliche Farbwiedergabe bei gedimmtem Licht musste bis herunter auf 25 Lux perfekt sein. Gleichzeitig sollte die übrige Ausstellung so beleuchtet werden, dass Munchs Hauptwerk im Vergleich nicht düster wirkt."

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

Hier erweisen sich die Eclipse-Strahler als äußerst effizient: hohe Lichtintensität auf der Zielfläche trotz geringer Anschlussleistung. Das Licht wird nur dort eingesetzt, wo es gebraucht wird und dank präziser, speziell konzipierter optischer Systeme gibt es kein Streulicht. Dies ist ein anschauliches Beispiel für nachhaltige Beleuchtung, die an der menschlichen Wahrnehmung ausgerichtet ist.

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)

Die Sammlung, die Edvard Munch nach seinem Tod im Jahr 1944 dem norwegischen Staat vermacht hat, umfasst über 26.700 Werke, darunter rund 1.200 Gemälde und mehr als 42.000 museale Objekte. "Die Einzigartigkeit der Kunstwerke, ihre Sichtbarkeit, die Narrative in ihrer Kuratierung und die Art und Weise, wie der Raum und die Anordnung der Exponate wahrgenommen werden – all diese Faktoren mussten in Einklang gebracht werden", so Bredal. "Wie das Licht eingesetzt und ausbalanciert wird ist etwas, womit wir als Lichtdesigner einen Mehrwert zum Besuchererlebnis beisteuern können. Das ist oft subtil, hat aber eine große Wirkung."

Strahler von Erco im Munch Museum Oslo
(Bild: Erco / Tomasz Majewski)
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