Hess stattet EM-Stadion in Donetsk mit Außenleuchten aus

Die Planung des Fünfsternestadions mit 50.000 Sitzplätzen lag in westeuropäischer Hand. Federführend für den Entwurf war das weltweit tätige Londoner Planungsbüro ArupSport. Es hatte bereits am Bau der Münchner Allianz Arena und des Olympiastadions in Peking mitgewirkt.

Entstanden ist ein von moderner westlicher Architektur geprägter Bau inmitten eines 30 Hektar großen Stadtparks nahe des Zentrums von Donetsk. Mit seiner komplett umlaufenden Glasfassade wirkt er leicht und fügt sich zurückhaltend in die ebenfalls neu gestaltete Parklandschaft ein.

Mit der Außenraumplanung beauftragte die Stadiongesellschaft Shakhter Ltd. die fagus GmbH, Fachgesellschaft für Umweltplanung und Stadtentwicklung aus Leipzig, die den eigens dafür ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entscheiden konnte.
Dem Anspruch des Bauherrn an einen modernen Park entsprach das Büro fagus mit klarer Struktur, weitläufig angelegten Grün- und Verkehrsflächen, üppigen Wasserkaskaden und großzügiger Bepflanzung. „Wichtig war uns, dass die Freiraumgestaltung immer wieder Bezug auf die Architektur und die Nutzung des Stadions nimmt", erklärt Landschaftsarchitektin und Geschäftsführerin der fagus GmbH, Dr. Gabriele Seelemann.

So findet sich der ovale Grundriss in der Aufstellung hoher Bäume um die Arena wieder. Die zur weiteren Gliederung des Parks gepflanzten Stauden weisen farblich eine Verbindung zum FC Shakthar auf, dessen neue Heimspielstätte die Donbass Arena ist.

Bei der Dimensionierung der Zugangswege zum Stadion setzte das Leipziger Büro bewusst auf Weite, um den zehntausenden Besuchern einen zügigen Zugang zu ermöglichen. Für die repräsentative Erschließung des Stadions aus der Westrichtung wurde ein 115 Meter breiter Platz angelegt, der sich zum Haupteingang hin leicht verjüngt. Zum Südeingang führt ein 250 Meter langer und 40 Meter breiter Boulevard.

„Um die Großzügigkeit dieser Zugangsbereiche zu unterstreichen, wollten wir eine gleichmäßige Grundausleuchtung mit möglichst wenigen Masten erreichen", beschreibt Gabriele Seelemann eine wesentliche Vorgabe an die Außenbeleuchtung. Außerdem war ein schlichtes Leuchtendesign gefordert, das mit der modernen Fassadenstruktur des Stadions korrespondiert. Die Wahl der Planer fiel auf das Spiegel-Werfer-System Vedo.

„Mit dem schlanken, konischen Mast, der kompakten Primärleuchte und dem flachen, darüber angeordneten Sekundärreflektor wirkt die Leuchte bei Tag sehr dezent", beschreibt Gabriele Seelemann. In den Nachtstunden überzeuge sie durch schönes, blendfreies Licht, das die Fläche ganz gleichmäßig ausleuchte.

Den heranströmenden Besuchern bietet sich so ein ungestörter Blick auf die unter Flutlicht blaustrahlende Außenhülle, was dem Stadion bereits den Namen „Diamant von Donetsk" eingebracht hat.

Den Auftraggeber habe auch die Effizienz der Leuchten beeindruckt, erinnert sich die Landschaftsarchitektin an die Präsentation des Konzepts. Die Grundausleuchtung des 250 Meter langen Boulevards zum Südeingang übernehmen 10 Vedo-Leuchten mit zwei Auslegern und einer Lichtpunkthöhe von 12 Metern. Je fünf Leuchten stehen sich im Abstand von 17 Metern gegenüber. Der Abstand in der Längsachse beträgt 56 Meter.

Pro Leuchte sind vier 140-Watt-Cosmopolis-Leuchtmittel eingesetzt. Für den westlichen Vorplatz reichten sechs Vedo-Modelle mit Einfachausleger aus. Sie sind mit jeweils drei Cosmopolis-Lampen bestückt. Weitere Leuchten dieses Typs beleuchten den unmittelbar an das Stadion angrenzenden Parkplatz für Übertragungsfahrzeuge und Open-air-Veranstaltungen.

Für sein umweltbewusstes Gestaltungskonzept wurde der Park von der international tätigen Umweltschutz-Organisation Terra Viva mit dem International Public Environmental Award ausgezeichnet.
Hess - www.hess.eu
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