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Österreich, Großbritannien, Kroatien

Zumtobel unterstützt Pavillons auf der 17. Biennale Venedig

"Die Frage 'Wie werden wir zusammen leben?' ist sowohl antik als auch brandaktuell. Sie stellt sich sowohl sozial und politisch als auch räumlich. Derzeit bringen uns die sich schnell ändernden sozialen Normen, wachsende politische Gegensätzlichkeiten, Klimawandel und gewaltige globale Ungleichheiten dazu, diese Frage mit noch mehr Nachdruck und in anderen Größenordnungen als bisher zu stellen", so der amerikanische Architekturtheoretiker und Chefkurator Sarkis in seiner Stellungnahme zum diesjährigen Generalthema. Aufgrund der Pandemie musste die 17. Biennale Venedig im vergangenen Jahr bereits zweimal verschoben werden und findet nun voraussichtlich vom 22. Mai bis 21. November 2021 statt. Zumtobel unterstützt ein weiteres Mal aktiv eine Auswahl der teilnehmenden Länder bei der Umsetzung ihrer Beiträge. So erhalten neben Österreich auch die Projekte von Großbritannien sowie Kroatien eine Lichtlösung von Zumtobel.

Platform Austria – Zum Phänomen des Plattform-Urbanismus

Mit "Platform Austria" thematisieren die Kuratoren Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer für den österreichischen Pavillon die zukünftige Rolle digitaler Plattformen in der Architektur. Das Thema Plattform-Urbanismus bezeichnet eines der aktuellsten und brisantesten Diskussionsfelder der Architektur. Digitale Plattformen wie Facebook, Google und Amazon dringen immer stärker in sämtliche Lebensbereiche des Menschen ein und beginnen alte Ordnungen und Strukturen aufzulösen. Platform Austria stellt die Frage nach der damit verbundenen Entwicklung unserer Städte und verwandelt den Pavillon selbst zu einer Plattform der aktiven Auseinandersetzung mit den Potenzialen der Zukunft und deren Architektur.

Kuratoren Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer
Kuratoren Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer
(Bild: Zumtobel / Biennale Architettura / Centre for Global Architecture)

Das ursprüngliche Ausstellungskonzept setzte stark auf die politische Kraft von physischer Präsenz und wollte ein Ort des Zusammenkommens sein. Gerade diese Möglichkeiten hat die Covid-19-Pandemie beschnitten. Das adaptierte Ausstellungskonzept konzentiert sich auf die Wirkmacht von Bildern und Zeichen, um auf diese Weise kommunikative Präsenz zu erzeugen. Gleichgeblieben ist das Ziel des: das einzigartige Forum der Biennale Architettura aufzugreifen, um gemeinschaftlich nach der Architektur zu suchen, die wir uns für die Zukunft wünschen.

Platform Austria
Platform Austria
(Bild: Zumtobel / Biennale Architettura / Centre for Global Architecture)

The Garden of Privatised Delights – der Beitrag von Großbritannien

Die Kuratoren des Britischen Pavillons 2021 Manijeh Verghese und Madeleine Kessler laden dazu ein, an der Debatte zur Privatisierung öffentlicher Räume in Großbritannien teilzunehmen. Vom Pub über den Spielplatz, von gemeinschaftlichen Flächen zum privaten Garten, von der Hauptstraße bis hin zur Technologie für Gesichtserkennung – Orte und Themen, die im Verlauf des letzten Jahres an Relevanz gewonnen haben. Gemeinsam mit fünf Teams aus Architekten, Designern und Forschern präsentieren Manijeh und Madeleine „The Garden of Privatised Delights“ im Britischen Pavillon.

Manijeh Verghese und Madeleine Kessler
Manijeh Verghese und Madeleine Kessler
(Bild: Zumtobel)

In ihrer Arbeit heben sie die Bedrohungen hervor, die auf öffentliche Räume einwirken, entwickeln neue Konzepte von Besitz und breiterer Zugänglichkeit und stellen dar, welche Rolle Design und Architektur zukommt, um eine inklusivere Zukunft zu erschaffen.

"Plätze wie die Hauptstraße, der Pub, ja sogar die öffentliche Toilette stehen mehr und mehr unter Druck. Die Herausforderungen, diese Plätze wieder zugänglich zu machen, sind besonders relevant, da Isolation innerhalb von Gemeinschaften gefühlt noch akuter wahrgenommen wird. Wie öffentlicher Raum ursprünglich entworfen und genutzt wurde muss neu gedacht werden. Der Anspruch von The Garden of Privatised Delights ist es, zu inspirieren und dazu anzuregen, diese Herausforderungen anzugehen," so Manijeh Verghese zur Intention des Britischen Beitrags. Der Britische Pavillon auf der 17. Internationalen Architekturausstellung wurde vom British Council in Auftrag gegeben.

Thema: Privatisierung öffentlicher Räume in Großbritannien
Thema: Privatisierung öffentlicher Räume in Großbritannien
(Bild: Zumtobel)
Kroatischer Pavillon auf der 17. Biennale Venedig

Der Kroatische Pavillon – Togetherness / Togetherless

Unter der Leitung des kroatischen Architekten Idis Turato, unter anderem Professor an der Fakulät für Architektur in Zagreb, stellt der kroatische Pavillon "Togetherness / Togetherless" eine räumliche Komposition dar, die untersucht, inwiefern grundsätzliche fundamentale Elemente der Architektur verwendet werden können, um temporäre Gemeinschaften zu bilden. Durch ihre Anordnung und die räumlichen Eigenschaften lösen die Elemente des Pavillons verschiedene Wechselbeziehungen, Spannungen, Annäherungen und Interaktionen aus, die zwischen Individuen und einer Gruppe zustande kommen: Besucher treten ein, verweilen, lassen sich in und um den Pavillon treiben.

Der neologistische Titel "Togetherness / Togetherless" verweist auf die Bedürfnisse von Individuen nach Nähe und Zusammensein und dem gleichzeitigen Paradox, dies nie vollständig erlangen zu können. Die verschiedenen historischen, inhaltlichen Ebenen und äußerlichen Bezüge des Pavillons beziehen sich zum Großteil auf die Stadt Rijeka und deren Erfahrungen als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2020. Vergangenes Jahr fungierte die Stadt als räumliche und künstlerische Forschungsarena.

Kroatischer Pavillon auf der 17. Biennale Venedig
(Bild: Zumtobel)

Zumtobel und die Unterstützung der Pavillons aus Österreich, Großbritanien und Kroatien

Als offizieller Partner und Sponsor begleitet Zumtobel den Schaffensprozess der Architekten und Gestalter. Eine lebendige Designkultur ist wesentlicher Baustein in der Unternehmensphilosophie von Zumtobel: "Die Architekturbiennale in Venedig gehört zu den wichtigsten internationalen Architekturausstellungen. Da sie im letzten Jahr aufgrund der Corona Pandemie auf 2021 verschoben werden musste, freuen wir uns als kulturell engagiertes Unternehmen umso mehr, dass Sie in diesem Jahr nun hoffentlich stattfinden kann. Nach einem Jahr ohne Zugang zu kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen, ist es wichtiger denn je, die Diskurse um Architektur und Gestaltung im gesellschaftlichen Kontext wiederzubeleben und aktuell drängende Themen auch in den künstlerischen Disziplinien wieder öffentlich thematisieren zu können. Erneut als Förderer Teil dieser bedeutenden Veranstaltung zu sein ist daher besonders in diesem Jahr wichtig für uns", so Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.

Über die Firma
Zumtobel Lighting GmbH
Dornbirn
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