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Neue Energieeffizienzklassen

BAM präsentiert App zum Start des neuen EU-Energielabels

Die App der BAM zum neuen Energielabel
Die App der BAM zum neuen Energielabel

(Bild: BAM)

Die EU ordnet die Energieeffizienzklassen neu: Die bisherigen Plusklassen entfallen und die Buchstaben A bis G decken wieder alle zulässigen Klassen ab, in der bekannten Farbskala von dunkelgrün bis rot.Die EU ordnet die Energieeffizienzklassen neu: Die bisherigen Plusklassen entfallen und die Buchstaben A bis G decken wieder alle zulässigen Klassen ab, in der bekannten Farbskala von dunkelgrün bis rot.

Kühlgeräte, Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Fernseher, Monitore und ähnliche elektronische Displays sind die ersten Produktgruppen, die in der Zeit vom 1. bis 18. März 2021 umgestellt werden. Nur in diesem kurzen Zeitraum dürfen diese Produkte sowohl im stationären sowie im Online-Handel mit dem alten als auch dem neuen Energielabel gekennzeichnet sein. Für Lichtquellen beginnt die Umstellung am 1. September und endet zum März 2023. Die Produktvielfalt und die großen Lagerbestände in diesem Segment sind der Grund für die lange Übergangszeit. Alle weiteren kennzeichnungspflichtigen Produktgruppen sollen bis spätestens 2030 folgen.

Durch die neuen Klassen sollen Spielraum für technische Weiterentwicklungen und Anreize geschaffen werden, Produkte zu entwickeln, die noch weniger Energie verbrauchen als die bislang erhältlichen. Die BAM hat in Deutschland die Aufgabe, über Ökodesign und Energielabel zu informieren, sowie das Bundeswirtschaftsministerium und die Marktüberwachungsbehörden der Länder zu unterstützen. Sie forscht darüber hinaus intensiv zum Themenfeld Energie. Als Bindeglied zwischen EU-Kommission und deutscher Wirtschaft berät und informiert sie all diejenigen, die die neuen Regeln einhalten oder anwenden müssen, also die herstellenden Unternehmen und die Marktüberwachungsbehörden.

Zur Einführung des neuen EU-Energielabels hat die BAM eine App entwickelt, mit der energierelevante Informationen bequem abgerufen werden können. Dazu nutzt die App die europäische Produktdatenbank EPREL (European Product Database for Energy Labelling), die ebenfalls heute für Verbraucherinnen und Verbraucher an den Start geht. Ab sofort ist die App in deutscher und englischer Sprache in Google Play und im Apple App Store unter dem Suchbegriff "Energielabel" kostenlos erhältlich. Die App bietet zahlreiche nützliche Funktionen: In einer Merkliste können Produktdaten abgespeichert, verwaltet oder geteilt werden. Ein Label-Lotse informiert umfassend über das neue Energielabel; eine Checkliste sowie Entscheidungshilfe und Ratgeber-Funktion erleichtern die Produktauswahl. Ein Glossar erklärt alle wichtigen Begriffe rund um das neue Energielabel, zudem können aktuelle Verordnungen im PDF-Format eingesehen werden. Ein Energie-Quiz informiert spielerisch über den sparsamen Umgang mit Energie.

"Mit der App möchten wir Verbraucherinnen und Verbraucher, kleine und mittlere Unternehmen im Handel sowie die Marktüberwachungsbehörden unterstützen. Auch stellen wir sie allen EU-Mitgliedstaaten zur Nutzung zur Verfügung. Sie können die App für ihre Märkte übersetzen und anpassen", so Floris Akkerman, der an der BAM für den Bereich Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung verantwortlich ist.

Die App-Entwicklung ist Teil eines Projekts im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung.

Über die Firma
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Berlin
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