Digitale Welt in Siegburg: LED-Beleuchtung mit CityTouch

In diesem Fall verwandelt das moderne Datenmanagement die Kleinstadt Siegburg in ein leuchtendes Vorbild – dank der CityTouch workflow app mit höchster Datentransparenz für mehr Effizienz bei den wichtigen lichtspezifischen Prozessen, wie Instandhaltung, Entstörung und Neubau.

Siegburg ist eine lebendige Kreisstadt im Süden Nordrhein-Westfalens mit knapp 40.000 Einwohnern und 950-jähriger Historie. Sie gilt in der Region als attraktive Einkaufsstadt und ist durch die Anbindung an Autobahn und ICE-Netz ein zentraler Verkehrsknotenpunkt. Heute kommt die Stadtbeleuchtung als weitere Attraktion hinzu, denn das System aus über
4.200 Lichtpunkten ist nicht nur mit moderner LED-Leuchtentechnologie ausgestattet, sondern in der Kombination aus workflow app und der connect app von Philips CityTouch das weltweit erste Projekt dieser Art.

Heterogene Beleuchtungsinfrastruktur als Herausforderung
Als es darum ging, den Effizienz-Anforderungen der EU gerecht zu werden und die ineffiziente Quecksilberdampflampen-Beleuchtung zu ersetzen, wurde in Siegburg eine Bestandsaufnahme gemacht. 4.200 Lichtpunkte mit vielen unterschiedlichen Mast-, Ausleger- und Leuchtentypen, dazu begrenzte Möglichkeiten für transparente und flexible Informationsgenerierung und -weitergabe wurde ermittelt. Optimierungsbedarf bestand außer durch den hohen Energiebedarf der veralteten Leuchten vor allem bei der intransparenten Infrastruktur mit zahlreichen unterschiedlichen Leuchtentypen.

Mit der Umstellung sollte daher auch gleichzeitig das Workflow-Management verbessert werden.
Die Einrichtung eines neuen Datenmanagements der öffentlichen Straßenbeleuchtung sowie die Erfassung aller Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse wie z.B. Instandhaltung, Neubau, Entstörung, Wartung der Leuchten wie z.B. Reinigung sollte ermöglicht werden. Auch eine zusammenfassende Darstellung und die Möglichkeit zum Erstellen von Berichten und dadurch bessere und schnellere Entscheidungsgrundlagen wurden ins Pflichtenheft mit aufgenommen.

Jörg Hartung, verantwortlicher Leiter der Straßenbeleuchtung bei der Rhein-Sieg Netz GmbH, erläutert: „Wir müssen verschiedene Geschäftsprozesse darstellen, unter anderem Neubau, Entstörung, Instandhaltung sowie Reinigung und Wartung der Leuchten. Unser vorhandenes System ermöglichte keine umfangreichen Auswertungen der Straßenbeleuchtungsdaten oder die Option einer strukturierten Ablage. Alle Datenanfragen der Stadt mussten immer wieder separat generiert und zur Verfügung gestellt werden. Punkte, die wir also dringend verbessern mussten: die Datentransparenz, das Störungsmanagement und das individuelle Schalten und Steuern der Leuchten.“

Realisiert wurde dann in den Jahren 2014 – 2015 das auf CityTouch basierende System, eine schnell und problemlos anwendbare Softwarelösung, sowie Dienstleistungen, Projektmanagement und der Hardware-Austausch, also die Montage von 2.185 neuen LED-Leuchten, die nahtlos in die vorhandene Infrastruktur integriert wurden. Die meisten der verwendeten Leuchten sind vom Typ Luma von Philips, dazu kommen

150 sogenannte CityTouch Ready Leuchten, wodurch sich die Energiekosten und CO2-Emissionen um die Hälfte reduzieren ließen. Durch die Einsparungen kann sich Siegburg durchgängig die gleiche moderne Beleuchtung leisten. Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn erläutert: „Gerade für eine Einkaufsstadt wie uns ist das Wohlgefühl und das Sicherheitsbedürfnis der Menschen von erheblicher Bedeutung. Wir brauchen daher eine durchgehende, vernünftige Beleuchtungssituation ohne Dunkelräume.“
System sorgt für Transparenz
Mit der neuen technischen Infrastruktur hat sich dazu auch eine neue Transparenz zwischen Energieversorger und Stadt ergeben. In Siegburg behalten sowohl Auftraggeber
wie Auftragnehmer, nämlich städtische Verwaltung und der Energieversorger als Betreiber alle Daten im Blick und können jederzeit von verschiedenen Orten auf sie zugreifen. Die Daten bieten wiederum eine verlässliche Grundlage für alle weiteren Entscheidungen – seien es Energieverbrauch, Investitionsplanungen oder Wartungszeiten. Hierdurch ist es für beide Seiten genau nachvollziehbar, warum Maßnahmen erfolgen, auch das Timing ist viel genauer planbar. Für eine Erhöhung des Komforts bei den Nutzern lässt das neue System alle Möglichkeiten der Vorprogrammierung über Ein- und Ausschaltzeiten und Dimmung zu.

Mit Intelligenz in die Zukunft

Intelligenz ist die Währung der Zukunft auch bei der Straßenbeleuchtung. Mit CityTouch können alle Abfragen gezielt und individuell generiert werden. Die Stadt Siegburg kann dabei über die Suchfunktion detailliert auf alle Daten zugreifen, Abfragen durchführen und speichern, Betriebsmittel sortieren und auswählen bis hin zur genauen Auswertung der Daten. Durch den internetbasierten Softwareservice haben dabei alle angemeldeten Nutzer Zugriff auf die gleichen Daten und können parallel daran arbeiten. So sind auch Störungen und deren Bearbeitungsstand für alle Nutzer sofort sichtbar – ein klarer Schritt zu mehr Effizienz und Transparenz.

Im neuen System ist es jetzt auch erstmalig möglich, Typenkataloge anzulegen, mit denen man Betriebsmittel ganz einfach auswählen und diese den einzelnen Lichtpunkten zuordnen  kann.Wartungsmaßnahmen wie der Leuchtmittelwechsel sind ebenso einfach zu planen. Mit der Datenvisualisierung lassen sich bestimmte Abfragen bildlich darstellen. Und auch monatliche Berichte der Straßenbeleuchtung können vom Auftraggeber auf Knopfdruck abgerufen werden.

Projektdaten


Kunde:
Stadt Siegburg, Franz Huhn (Bürgermeister)und Energieversorger
Vertragspartner:
Rhein-Sieg Netz GmbH
Technischer Berater:
Jörg Hartung
Lichtpunkte:
4.200
Philips Licht - www.philips.de
Siegburg - www.siegburg.de
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