Automobilhistorie - das ZeitHaus in der Autostadt Wolfsburg

Die Wahrnehmung des fünfstöckigen rechten Gebäudeteils, der einem gläsernen Setzkasten gleicht, wurde durch die neue LED-Beleuchtung mit verspiegelten Deckenfeldern besonders gestärkt. Die Exponate sind jetzt von außen durch die Spiegelungen aus vielen Perspektiven weithin sichtbar geworden. Der Besucher des Museums kann schon von der Eingangshalle aus die Spiegelbilder der historischen Automobile beim Blick nach oben sehen und bekommt somit einen Eindruck der Ausstellung.

In der Ausstellung bekommen die Besucher ganz neue Blickwinkel auf die gezeigten Karosserien geboten: Die Exponate können jetzt von allen Seiten betrachten werden. Die Spiegeldecken (auf Aluminiumrahmen gespannte Spiegelfolie) vergrößern optisch die Ausstellung im sogenannten „Rack“-Bereich. Die dezenten LED Einbaustrahler schaffen durch die einheitliche Lichtfarbe ein ruhiges und gleichmäßiges Deckenbild.

Im gegenüberliegenden nicht-verglasten Bereich, dem sogenannten „Korpus“, werden Aspekte der Automobilgeschichte vertieft. Die auf Podesten präsentierten Fahrzeuge führen im Rahmen der Ausstellung „Design IKONEN“durch die Geschichte des automobilen Designs. Die in der Zusammenführung von zeitgenössischer Kunst und klassischer Automobilität entstandene Präsentationsform des in Wien lebenden Künstlers Peter Kogler ermöglicht eine neue Sicht auf die bemerkenswerte Sammlung. Große Raumskulpturen gliedern die Ausstellung und treiben das Wahrnehmungsspiel der Formen untereinander weiter. Insbesondere diese Monumente mit ihren organischen Konturen wirken auf die im ZeitHaus gezeigten Meilensteine zurück und lassen diese ihrerseits wie Skulpturen erscheinen.
Das Lichtkonzept sieht eine einheitliche Leuchtengestaltung vor, um das Deckenbild zu beruhigen. Außerdem wurde das Licht den Ausstellungsobjekten zugeordnet und individuell angepasst. Die Lichtfarbe der Leuchtmittel mit LED-Technik wurde jeweils auf die Farbigkeit des Ausstellungsobjektes abgestimmt. Dadurch konnte die Lackfarbe, die Oberfläche sowie der Charakter der Fahrzeuge optimal zur Geltung gebracht werden. Alle Leuchten besitzen eine DMX-Steuerschnittstelle und sind einzeln adressierbar. So können von einem Funktableau aus Helligkeiten und Lichtfarben individuell angepasst werden.

Es wurden zwei verschiedene Lichtfarben mit 3.500 Kelvin und 4.800 Kelvin verwendet. Der Leuchtentyp mit 4.800 Kelvin ist in zwei Kanälen ansteuerbar. Durch Dimmen der warm- oder kalt-weißen LED-Komponenten kann die Farbtemperatur sowie die Helligkeit präzise justiert werden.

Bei dem warm-weißen Strahlertyp mit 3.500 Kelvin wurden die LEDs in nur einer Lichtfarbe eingesetzt, um den geringeren Lichtstrom der warm-weißen LED im Vergleich zur kalt-weißen Strahler-Variante zu kompensieren. Durch diese Konfiguration der Leuchten, in einer jeweils breitstrahlenden und engstrahlenden Variante, ergeben sich visuell einheitliche Helligkeiten auf den Objekten für ein harmonisches Gesamtbild.

Die vorher in der Ausstellung eingesetzten Halogen Metalldampf Entladungslampen wurden durch LED-Aufbaustrahler ca. 90 Watt  ersetzt, die sich durch eine besonders hohe Lebensdauer auszeichnen und eine positive Energiebilanz hervorbringen. 

Fotos: Kardorff Ingenieure Lichtplanung GmbH
Kardorff Ingenieure - www.kardorff.de
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