Jubiläumsfeier in der Speicherstadt

Ehemals düsteres Zollausland ist die beleuchtete Speicherstadt heute Symbol hanseatischer Kaufmannskraft. Treibende Kraft hinter der künstlerischen Illumination des einzigartigen Quartiers ist der Verein Licht-Kunst-Speicherstadt, der am 28. September sein 10. Jubiläum feierte. Mit dabei zahlreiche Entscheider aus Politik, Kultur und Wirtschaft.
Das Lichtkunst-Projekt verbindet Kunst im öffentlichen Raum mit der Architektur des Stadtteils. Bei der Speicherstadt-Beleuchtung wird die Lichtmasse zum Bestandteil der Bauten, Licht und Dunkelheit akzentuieren Perspektiven, heben die Architektur in eine angemessene Helligkeit.
Rund 1.000 Einzelleuchten erhellen mittlerweile Fleetbrücken und Mauerwerk, Giebel und Erker, Spitzdächer und Windenhauben. Der Lichtkünstler spricht von einem „Triumph des schwachen Lichtes“, bei dem es um die Vereinbarkeit von Ästhetik, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit geht.
„Nachhaltigkeit ist uns ein ganz wesentliches Anliegen“, so Batz. „Die Energieleistung für die gesamte Speicherstadt-Illumination entspricht der städtischen Beleuchtung der Straße Brooktorkai.“


Erstmals moderne LED-Lichttechnik für traditionsreiches „Wasserschloss“
Im Rahmen einer Jubiläums-Feier mit zahlreichen Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Kultur wurde am 28. September das neueste Projekt des Vereins präsentiert. Mit LED-Technik von Philips wird das so genannte „Wasserschloss“ inmitten der Speicherstadt illuminiert.

„Ein LED-Beleuchtungskonzept für ein historisches Gebäude – das ist in dieser Form ganz neu“, erklärte Batz auf der Barkassenfahrt den Gästen. Rechtzeitig zum Jubiläum des Vereins liefert Philips eine Umsetzungslösung auf LED-Basis. „LEDs sind höchst energieeffizient und viel langlebiger als herkömmliche Beleuchtungen“, ergänzte Philips-Kommunikationschef Klaus Petri die Zusammenarbeit mit dem Licht-Kunst-Verein. „Und sie können ganz gezielt dort eingesetzt werden, wo das Licht benötigt wird, um den gewünschten Effekt zu erzielen ohne alles einfach nur mit Licht zu bestrahlen. Die gesamte Beleuchtung des Wasserschlosses hat Stromkosten von weniger als 40 Cent pro Stunde.“
„Wir sind stolz darauf, dass wir hier beim Wasserschloss zu den ersten gehören, die innovative Lichtlösungen auf LED-Basis einsetzen und sind Philips dankbar, die uns geholfen haben, mit unserem Konzept künstlerisch, technologisch und auch bei der Energieeffizienz ganz weit vorne zu sein“, sagte Batz.
Der feine und graphische Schattenwurf der neuen Beleuchtung sorge für eine räumlich-plastische Darstellung des Schlosses und eine Akzentuierung seiner charakteristischen Gestalt und Form. Schon minimaler Energieeinsatz bewirke eine hohe Farbwiedergabe, so der Künstler.
„Als erstes beleuchtetes Quartier hat die Speicherstadt neue Maßstäbe gesetzt als urbanes Lichtkunst-Projekt“, erinnerte sich Batz. „Auch die neue Beleuchtung des Hamburger Rathauses zitiert das Speicherstadt-Konzept.“  Auch zehn Jahre nach Gründung des Vereins ist die beleuchtete Speicherstadt eines der Wahrzeichen der Hansestadt, Symbol hanseatischer Kaufmannskraft und ein „Investment in die Marke Hamburg und so ein wichtiger Schritt bei der touristischen und gewerblichen Erschließung des Quartiers“, wie Licht-Kunst-Geschäftsführer Rainer Nelde ergänzte. „Wer dies auch als sein Thema versteht, ist sowohl als Unterstützer als auch als Mitglied im Verein herzlich willkommen.“ 


Planungen für weiterer Objekte laufen
„Jeder, der Hamburg einmal besucht hat, ist begeistert von der beleuchteten Speicherstadt. Aber die Illumination des Ensembles ist keine Selbstverständlichkeit und ein Lichtprojekt dieser Größenordnung nicht umsonst“, erklärte Dr. Roland Lappin, Vorstand von Licht-Kunst-Speicherstadt, anlässlich des Jubiläums. „Mit dem Jubiläum und der Beleuchtung des Wasserschlosses werben wir auch um neue Unterstützer und Spender, um auch für die kommenden zehn Jahre ein einzigartiges Stück Hamburg angemessen in Szene zu setzen.“
Der Verein hat weiterhin ehrgeizige Ziele. Geprüft wird, inwiefern die LED-Technik zum neuen Standard in der Speicherstadt werden und damit die Energieeffizienz des Projektes weiter verbessern kann. „Es gibt immer noch einige dunkle Flecken auf der Speicherstadt-Karte“, so Lappin. „Hierfür wollen wir sukzessive künstlerische Konzepte und Umsetzungslösungen finden. Insbesondere bei den aktuelle Bauprojekten werden wir Vorinstallationen für eine zukünftige Illumination in der Fassadenarbeit bereits berücksichtigen.“
Gegründet wurde der Verein im September 2000 von engagierten Unternehmen und Privatpersonen in einer gemeinsamen Initiative mit dem Hamburger Senat. Die Finanzierung des gemeinnützigen Projekts erfolgt durch Geld- und Sachspenden sowie Patenschaften.
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