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Nobi-Leuchte überwacht Atmung und Husten

Nobi-Leuchte im Schlafzimmer
(Bild: Nobi)

Unsere Gesellschaft altert immer schneller. Heute ist bereits ein Fünftel der europäischen Bevölkerung über 65 Jahre alt. Bis 2040 wird es jeder Vierte sein. Um eine Krise in der Altenpflege abzuwenden, das Recht auf eine qualitativ hochwertige Betreuung zu wahren und Pflegekräfte in professionellen Einrichtungen zu entlasten, sind technische Innovationen unverzichtbar. Neue, altersgerechte Lösungen werden es älteren Menschen künftig außerdem ermöglichen, länger in Würde und Unabhängigkeit zu Hause zu leben.

Nobi Leuchte
(Bild: Nobi)

Eine der größten Gefahren für Senioren und Seniorinnen sind Stürze. Sie sind die Hauptursache für tödliche Verletzungen bei älteren Menschen. Eine von drei Personen über 65 Jahre stürzt mindestens einmal im Jahr, in Pflegeheimen betrifft das sogar bis zu 70 % der Bewohner und Bewohnerinnen. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Für die Schwere der Verletzungen ist in der Regel nicht der Sturz selbst verantwortlich, sondern die Zeit, die am Boden liegende Menschen auf Hilfe warten müssen. Wer nicht innerhalb einer Stunde Hilfe erhält, hat ein 50-prozentiges Risiko, innerhalb von sechs Monaten zu sterben. Prompte Hilfe nach einem Sturz ist also entscheidend.

Sturzerkennung, -prävention und -vorhersage dank KI

Die von Nobi entwickelte intelligente, KI-gesteuerte Leuchte erkennt Stürze und bietet sofortige Hilfe. Wenn es zu einem Sturz kommt, fragt Nobi ältere Menschen, ob sie gestürzt sind. Ohne ein klares "Nein" alarmiert die Leuchte automatisch das Pflegepersonal oder Familienmitglieder. In einer häuslichen Umgebung kann Nobi dank der Verbindung mit einer intelligenten Türklingel sogar die Haustür für Notdienste oder Nachbarn öffnen, die nach dem Rechten sehen wollen.

 

Die intelligente Leuchte erkennt nicht nur Stürze, sondern hilft auch, sie zu verhindern. Sie spendet automatisch ein sanftes Licht, wenn sich Menschen im Bett aufsetzen. Wenn sie aufstehen, leuchtet der ganze Raum auf, damit sie sich besser orientieren können. Durch die Überwachung des Schlafverhaltens und die frühzeitige Erkennung von Veränderungen kann die Leuchte ein erhöhtes Sturzrisiko vorhersagen und auch andere Gesundheitsprobleme aufdecken. Da Nobi auch sogenannte "langsame Stürze" erkennt, kann das Pflegepersonal durch schnelles Reagieren verhindern, dass ältere Menschen auf dem Boden landen.

Überwachung von Atmung und Husten

Die von Nobi auf der CES angekündigte neue Leuchte weist mehrere wichtige technologische Innovationen auf. So setzt Nobi zum ersten Mal Radartechnologie ein. In Kombination mit Kameras und Sensoren werden die Funktionen der Leuchte dadurch noch deutlich ausgeweitet.

Cite "In naher Zukunft wird es möglich sein, wichtige Körperparameter wie Husten und Atmung aus der Ferne zu überwachen, ohne körperliche Berührung. Wenn zum Beispiel jemand nachts anfängt schwer zu atmen, wird die Leuchte dies bemerken und Alarm schlagen. So trägt Nobi dazu bei, Todesfälle zu verhindern, selbst im Schlaf.“

Nobi-Mitbegründer und CTO Stijn Verrept

Auch die Audioqualität wurde bei der neuen Leuchte nochmals verbessert. Eine schnelle und klare Kommunikation zwischen dem gestürzten Menschen und der Pflege- oder Vertrauensperson ist nach einem Sturz entscheidend. Die Geräuschunterdrückung filtert jetzt störende Hintergrundgeräusche heraus, beispielsweise von einem lauten Fernseher. Außerdem ermöglicht die Beamforming-Software das konzentrierte Hören an einer bestimmten Stelle im Raum. Die Leuchte fokussiert dann gezielt auf die Stelle, wo der ältere Mensch gestürzt ist. Dank all dieser Verbesserungen kann die neue Version der Nobi-Leuchte die Sicherheit und Gesundheit älterer Menschen rund um die Uhr noch effektiver überwachen.

Einfachheit ist der Schlüssel zum großen Durchbruch der Alterstechnologien

Nobi möchte das Leben älterer Menschen und ihrer Betreuer grundlegend verändern und verbessern. Dazu muss innovative Technologie mit extremer Benutzerfreundlichkeit in Einklang gebracht werden. Auch wenn die Technologie hinter der intelligenten Leuchte jetzt noch komplexer ist- die Nutzer selbst merken von diesen technischen Neuerungen nichts, die Leuchte ist weiterhin genauso einfach zu bedienen. So kombiniert die neue Nobi-Leuchte neueste Technologie mit stilvollem Design und großer Benutzerfreundlichkeit.

Nobi Leuchte
(Bild: Nobi)

Cite "Einfachheit und Design sind der Schlüssel zum großen Durchbruch der Seniorentechnologie. Die meisten Technologielösungen für Senioren sind heute in erster Linie funktional, und das sieht man leider auch. Sie sind langweilig, grau und unnötig komplex. Die Nobi-Leuchte ist zwar intelligent und ihr leistungsstarker Nvidia-Prozessor kann mehr als eine Billion Berechnungen pro Sekunde durchführen. Aber die Benutzer werden nicht durch eine technische Anmutung gestört. Man sieht einfach nur eine schöne, elegante und benutzerfreundliche Leuchte".

Roeland Pelgrims, Mitbegründer und CEO von Nobi

Datenschutz entscheidend - Privatsphäre wird gewahrt

Bei der Entwicklung der intelligenten Leuchte hatte der Schutz der Privatsphäre oberste Priorität. Nobi analysiert die Bilder lokal und überschreibt sie sofort, wenn kein Sturz stattgefunden hat. Es werden also keine Bilder gespeichert oder in die Cloud gesendet, außer nach einem Sturz. Die zu überwachenden Menschen wählen im Voraus, welche Informationen sie mit ihren Betreuern oder Vertrauenspersonen teilen möchte. Neben vollständigen Bildern aus dem Wohnumfeld kann ausgewählt werden, keine Bilder weiterzugeben - Kontaktpersonen erhalten dann nur einen Anruf, eine Textnachricht oder eine Nachricht in der App nach einem Sturz. Oder es wird definiert, nur abstrahierte Bilder weiterzugeben. In diesem Fall sehen Kontakte nur Strichmännchen, keine realen Personen.

Internationale Ausweitung

Kaum ein Jahr nach dem ersten Pilotprojekt werden Nobi-Leuchten bereits erfolgreich in Pflegeeinrichtungen in Belgien, den Niederlanden, England und Irland eingesetzt. Seit kurzem sind sie auch in Kanada, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Schweden, Finnland, Norwegen und Ungarn erhältlich. Jetzt geht Nobi den nächsten wichtigen internationalen Schritt. In den Vereinigten Staaten werden derzeit Gespräche mit mehreren Partnern geführt, die an einem Vertrieb der intelligenten Leuchte interessiert sind. Dabei hat Nobi nicht nur den professionellen Markt von Pflegeheimen und Krankenhäusern im Blick. In Laufe des Jahres 2023 werden ältere Privatpersonen die Möglichkeit haben, die intelligente Leuchte auch in ihrem eigenen Zuhause einzusetzen, um damit länger gut geschützt in den eigenen vier Wänden leben zu können.

Licht kann die Nobi-Leuchte auch!

Nach Angaben des Herstellers sind die Leuchten sind mit fest verbauten LEDs ausgestattet, die mindestens 7 Jahre halten sollen, also etwa 60.000 Stunden. Eine HCL-Lichtsteuerung ist integriert, um die Lichttemperatur dem zirkadianischen Rhythmus des Menschen anzupassen. Die Beleuchtung ist permanent und kann nicht manuell verändert werden. Es kann lediglich per Software voreingestellt werden, wenn die Beleuchtung heller oder dunkler sein soll.

Über die Firma
Nobi NV
Antwerpen
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