Mirona-Verwandlungsglas von Schott in der Elbphilharmonie

Schott Spieglein, Spieglein: Bleibt der Bildschirm hinter dem Glas ausgeschaltet, wirkt das beidseitig beschichtete Mirona-Mineralglas wie ein Spiegel. Bild: Schott Mainz
Staunen: das drückt wohl am besten aus, was der Betrachter beim Anblick dieser architektonischen Raffinesse der Superlative empfindet. Die Elbphilharmonie nach dem Entwurf der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron überwältigt mit einem Feuerwerk der Formensprache. Zu der oft verblüffenden gestalterischen Inszenierung im Gebäudeinneren zählen auch 32 runde TV-Spiegel-Bildschirmen mit 90, 140 oder 169 Zentimetern Durchmesser. Aufgehängt an verschiedenen Wänden im ganzen Haus, neigen sich die bullaugenartigen Objekte den Besuchern entgegen und scheinen mit ihren Spiegelungen den Blick in neue Räume freizumachen.
Ein Spiel mit buchstäblich doppeltem Boden: Grundlage der Konstruktion ist das halbtransparente Verwandlungsglas Mirona von Schott. Auf seiner Rückseite wurde ein Passepartout aufgedruckt, um die Konturen eines dahinter verborgenen TV-Bildschirms zu verbergen. Bleibt der Bildschirm hinter dem Glas ausgeschaltet, wirkt das beidseitig beschichtete Mineralglas wie ein Spiegel. Im eingeschalteten Zustand lassen die Interferenzschichten die Lichtstrahlung der Bilder auf dem Display passieren. Dann wird das Glas plötzlich zum Bildschirm und dient als Oberfläche für die Abbildung von Informationen an Konzertbesucher, etwa zur Wegeführung oder zum Veranstaltungsprogramm.
"Dieses spannende Wechselspiel zwischen Reflexion und Transmission ermöglicht eine raffinierte Raum- und Objektinszenierung", sagt dazu Moritz Busch, der für das Projekt verantwortliche Vertriebsbeauftrage bei Schott. Das Konzept für die Elbphilharmonie setzte Schott in Zusammenarbeit mit dem Partner Cristalux, Spezialist für Glasanwendungen aus Kirchberg, und im Auftrag der Amptown System Company (ASC) um. Das Hamburger Systemhaus ASC übernahm die Installation medientechnischer Systeme und Sonderbauten in der Elbphilharmonie. ASC wählte für die TV-Spiegel-Displays Mirona-Glasscheiben in zehn Millimeter Sonderdicke als Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) aus, deren Ränder einen C-Kantenschliff erhielten.
"Mit der Elbphilharmonie konnten wir ein repräsentatives Projekt speziell für versteckte TV-Anwendungen gewinnen. Diese Anwendungsmärkte wollen wir mit Mirona künftig intensiver bearbeiten", ergänzt Busch. Der Aha-Effekt beim Wechsel zwischen Spiegel und durchscheinendem Glas macht Mirona interessant für viele technische Applikationen, von Informationsstelen und Möbelinstallationen bis zu dekorativen Trennwänden. Dazu bietet Schott fünf verschiedene Produktvarianten in mehreren Standard-Abmessungen und -Dicken an.
Schott - www.schott.com
Mirona-Verwandlungsglas - www.schott.com/...mirona
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