Johannes Brumberg senior und junior - Brumberg Leuchten: "Generation Licht"

Steckbrief

Im 1985 gegründeten Unternehmen Brumberg Leuchten sind Johannes Brumberg Ssenior und seine Frau Antoinette Brumberg als Geschäftsführer tätig. Dazu kommt seit 2003 die fünfte Generation mit Johannes Brumberg junior, seit 2007 ebenfalls als Geschäftsführer.

Brumberg Leuchten hat als Vollsortimenter ein breites Angebot an technischen und dekorativen Leuchten und hat zum Beispiel eines der breitesten Angebote von Halogen-Einbauspots überhaupt. Ebenfalls gut aufgestellt ist das Unternehmen im Produktbereich LED, bei dem man frühzeitig in die Entwicklung eingestiegen ist und hier ein entsprechend großes Know-how zusammengetragen hat.
Über Seminare und Vorführungen im LED-Competence-Center am Firmensitz und eine rege Messeaktivität von über 60 Messen pro Jahr wird dieses Wissen nach außen vermittelt und so die Nähe zum Markt gesucht, die dann wieder für die Weiterentwicklung vor Ort genutzt wird.
Die wenige Zeit, die neben der intensiven Tätigkeit im Familienunternehmen bleibt, nutzen Johannes Brumberg senior und junior für ihre Familien. Dazu finden beide Entspannung in der Natur des umgebenden Sauerlandes bei der Pflege des Waldes und ihrem gemeinsamen Hobby, der Jagd.
Für den Firmenbestand wird weiter Sorge getragen, denn auch Johannes Brumberg junior hat bereits lichtbegeisterten Nachwuchs, der mit zehn Monaten allerdings noch etwas Zeit bis zum Eintritt in den Familienbetrieb hat.
Früher hat man mit Brumberg Petroleum-Lampen, dann Gusskronen verbunden, und seit langer Zeit gelten Sie als der Spezialist für Halogen-Einbauleuchten. Sieht man sich hier im Showroom um, sieht man aber vor allem LED-Lösungen. 
Brumberg jun.: Wir sehen das Thema LED als sehr wichtig an. Für uns ist das die Zukunft, die man jetzt bereits vernünftig einsetzen kann. Man sieht zwar am Markt noch viele minderwertige Lösungen, aber auch schon viel ernst zu nehmendes, denn die Technik ist jetzt da für eine ernst zu nehmende Beleuchtung. Und wir gehen das Thema hier auch entsprechend ernsthaft an. 
Brumberg  sen.: Das bedeutet bei uns zum Beispiel, dass wir stark in unser Team investiert haben. Wir haben hier inzwischen die Elektronik-Spezialisten, die sie für die Entwicklung professioneller Lösungen benötigen.


Wie weit sehen sie die Technik denn momentan?
Brumberg sen.: Die Technik an sich entwickelt sich ständig, man kann momentan schon vieles machen. Was noch nicht passt, ist die fehlende Standardisierung für die LED. Technisch könnte man da noch mehr machen …
Brumberg jun.: … und vor allem dem Anwender eine Orientierung erleichtern. Verschiedene Wattagen, Ansteuerungstechniken und Bestromungen machen die Vergleiche bei LED dem Nicht-Fachmann ja geradezu unmöglich.


Und dann wird noch durch die erwähnten mangelhaften Produkte sowie Planungsfehler der ausführenden Planer und Installateure der Kunde verunsichert, teilweise für Jahre für das Thema LED „verdorben“ – mögliche negative Effekte werden wieder in den Markt getragen 
Brumberg sen.:  Dagegen setzen wir hier unseren Showroom. Hier kann man sehen, was möglich ist, selber steuern und ausprobieren, aber auch lernen. Installateuren ermöglichen wir hier, mit den Produkten zu arbeiten, allen unseren Kunden aber auch, ihre Bauherren und Endkunden mitzubringen und das, was sie dort planen, schon vorher live zu sehen. Das wird von unseren Kunden auch stark genutzt.


Da hätte ich eher erwartet, dass ein Architekt so etwas vor Ort macht – gibt es da in anderen Teilen der Republik nichts Vergleichbares?
Brumberg sen.: Das kann man so nicht sagen, auch andere Hersteller und der Handel zeigt da sicherlich etwas, es bleibt jedoch leider selten, dass man für eine Lichtpräsentation eine so große Anstrengung macht wie wir hier in Sundern.
Brumberg jun.: Es beschreibt auch ein größeres Problem des Lichtmarktes. Der Kunde kann sich all die neuen Techniken und Möglichkeiten nur auf dem Papier im Katalog, maximal als Animation oder Film im Internet anschauen und nicht in der Realität. Bei so einem Invest, den das Thema LED aber darstellt, will man vorher etwas sehen.
Brumberg sen.: Das Problem wird durch den strukturellen Wandel des Fachhandels weiter verstärkt. Die Zahl der Handelsgeschäfte nimmt stetig ab, damit auch die Anzahl der Stellen, an denen ein Endkunde eine hochwertige Leuchte sehen und anfühlen kann, an denen er kompetent beraten wird.

Und Ihr Showroom hier ist ein Schritt dazu, den Markt weiter auf das Thema LED vorzubereiten?
Brumberg sen.: Sicherlich. Wir haben hier zwar den Fokus auf unsere direkten Marktpartner, die Installateure, die Planer und den Großhandel, aber wir sind auch offen für den Endkunden. 
Brumberg jun.: Flächendeckend kann man das hier von Sundern natürlich nicht leisten, aber wir müssen ja nicht nur den Endkunden informieren, sondern auch dem Installateur die ihm noch wenig bekannte neue Technik LED näherbringen – und das gelingt uns wie gesagt schon ganz gut.

Seit einiger Zeit bieten Sie auch Designleuchten an – wie sind Sie an dieses Thema gekommen?
Brumberg sen.: Das entstand durch die Zusammenarbeit mit dem Designer Beau McClellan in Projekten, für die wir hochwertige Sonderleuchten gemacht haben – übrigens auch auf LED-Basis, was die Wartung und den energieeffizienten Betrieb solcher Lichtobjekte wesentlich vereinfacht.
Brumberg jun.: Und nachdem wir einige Projekte zusammen gemacht haben, hat er basierend auf diesen Erfahrungen Leuchtenserien gezeichnet, die bei uns den oberen Rand des Sortiments markieren.

Wo sehen Sie die Zukunft von Brumberg Leuchten für die sechste Generation?
Brumberg sen.: Wir müssen uns jetzt weiter im LED-Bereich bewegen und die Möglichkeiten, die sich hier bieten, konsequent nutzen. Dafür sehe ich uns gut aufgestellt. Wir beschäftigen uns zum Beispiel auch bereits mit dem Thema OLED, das zwar noch weit weg ist, das wir aber schon intensiv beobachten.
Brumberg jun.: Im Prinzip müssen wir so weiterarbeiten wie bisher und auf neue Techniken achten, Trends verfolgen und nah am Markt bleiben, um dessen Veränderungen zu spüren.

Vielen Dank für das Gespräch.

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Fotos: Christoph Meinschäfer
http://www.brumberg.com
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