Moriki: Wohnzimmer mit japanisch-panasiatischen Anstrich

Das Unternehmerduo, bekannt unter anderem durch die Designhotels Roomers (siehe HIGHLIGHT 7-8/2009) und The Pure, Bristol Hotel, Gerbermühle oder Gekko Bar, haben für ihr „neues Wohnzimmer“ – so Micky Rosen – den Berliner Erfolgsgastronom und Kreativkoch The Duc Ngo ins Boot geholt.

Früh entdeckte er seine Leidenschaft für die japanische Küche und ihrem Streben nach Perfektion. 1999 eröffnete er mit dem Kuchi in Berlin-Charlottenburg sein erstes Sushi-Restaurant mit panasiatischer Küche. Es folgten beispielsweise Kuchi 2 in Berlin-Mitte, das japanisch-französische Gourmetrestaurant shiro i shiro sowie die Suppenbar Cocolo Ramen.

Gemeinsam verwirklichen Micky Rosen und Alex Urseanu sowie The Duc Ngo, der für Konzeptentwicklung und Umsetzung ebenso wie für die operative Leitung verantwortlich zeichnet, ihre Vorstellung eines modernen Restaurants in perfekter Balance zwischen urbanem Lifestyle und Achtung vor der Natur – ganz dem Zeitgeist entsprechend.

Der Name Moriki setzt sich zusammen aus dem japanischen Wort „mori“ für Wald und „ki“ für die universelle Lebensenergie. Dies spiegelt sich in den verwendeten natürlichen Materialen, wie Holz und Stein. Das Design verbindet moderne Kühle, Tradition und Naturnähe mit entspannter Leichtigkeit. Warme Holztöne verschmelzen mit kühlen Graunuancen, akzentuiert durch lichtes Blau und Grün. Dieses von Stefan Schlapp, Architekturraum Studio in Dreieich, entwickelte innenarchitektonische Konzept ergänzen einige sehr moderne Elemente mit klaren Strukturen und Formen, wie das Lichtbild im Eingangsbereich mit dem Moriki-Schriftzug und die Gläserinstallation. Diese „Zugabe“ für die „popasiatisch“ getaufte Kombination trägt die Handschrift von Hyunjung Kim, einer Designerin aus Seoul.
Die wohnliche Atmosphäre verstärkt die Lichtlösung. Dimmbare LED-Einbauleuchten Kana round des belgischen Herstellers Doxis, bestückt mit Modulen Fortimo SLM von Philips in Lichtfarbe 830 und mit 1 500 lm bzw. 3 000 lm Lichtstrom, erzeugen eine gewisse Grundhelligkeit. Aufgrund der kardanisch gelagerten Ausführung lassen sich die Downlights auch zur Akzentuierung der Waldmotive an den Wänden einsetzen. Als Eyecatcher fungieren die abgehängten großvolumigen Leuchten. Als besonders eindrucksvoll präsentieren sich die projektspezifischen Unikate des Designers Christian-Maria Knecht, Studio „Design Office“ in
Aschaffenburg, aus handgedrechseltem Eichenholz mit grau geölter Oberfläche, die 40 cm Höhe und 25 cm Durchmesser aufweisen.

Eine ebenso große visuelle Anziehungskraft strahlen die Hängeleuchte Caravaggio P1, P2 und P3 von Lightyears, Aarhus/Dänemark, über einzelnen Tischen aus. Mit 165 mm, 257 mm und 400 mm Durchmesser bestechen die – von der dänischen Designerin Cecilie Manz entworfenen – Leuchtenschirme aus mattgrau lackiertem Stahl, die mit einem dunkelgrauen Textilkabel versehen sind, durch ihr klares Erscheinungsbild.

Ganz unterschiedlich ausgeleuchtet, haben die 120 Sitzplätze, verteilt auf Restaurant, Lounge, Sushi-Bar und Terrasse, jeweils ihren eigenen Charakter. Dies gilt ebenso für die Küche von The Duc Ngo, die Einflüsse aus vielen Kulturen zu immer wieder neuen, spannenden und qualitativ anspruchsvollen Kreationen zusammenbringt. Mit dem Moriki als modernem „Asiaten“ – unter der Leitung von Jana Kämpfer – setzen die Micky Rosen und Alex Urseanu so bewusst einen Kontrapunkt zur eher klassischen Frankfurter Gastronomie.

Text: Ursula Sandner
Dilitronics - ww.dilitronics.com
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