Die Top-10 der Missverständnisse zum Glühlampenverbot

Ein Bericht eines großen Nachrichtenmagazins aus Hamburg sollte im Netz und in den privaten Fernsehanstalten einen echten Brüsseler Bürokratieskandal aufdecken. Herausgekommen ist allerdings ein mangelhafter Bericht mit technischen Halbwahrheiten ­­– als Sündenbock wurde die Energiesparlampe und deren Hersteller auserkoren. Diese sind jetzt natürlich auch daran schuld, dass wir demnächst abends verstrahlt ins Bett gehen, an Augenkrebs leiden und keinen Appetit mehr haben. Außerdem werden unser persönliches Umfeld und unser Essen im Kompaktleuchtstofflampenlicht so fürchterlich aussehen, dass wir an Depressionen leiden werden und demnächst externe Hilfe von Fachleuten benötigen, um unsere miesen Stimmungsschwankungen  therapeutisch behandeln zu lassen.
Um ein wenig den Irrungen und Wirrungen der öffentlichen Diskussion entgegen zu treten, hat die HIGHLIGHT-Redaktion ihre persönliche Hitliste der  Missverständnisse zum Glühlampenverbot zusammengestellt:
Die Erklärungen zu den hier aufgeführten TOP 10 finden Sie in der jeweiligen Bildunterschrift.



  • TOP 10
    Energiesparlampen halten nicht so lange wie vom Hersteller angegeben

  • TOP 9
    Energiesparlampen machen ein kaltes Licht

  • TOP 8
    Energiesparlampen sind nicht schaltfest

  • TOP 7
    Energiesparlampen sind alle nicht dimmbar

  • TOP 6
    Es gibt keine Alternativen zur Glühlampen außer Energiesparlampen

  • TOP 5
    Energiesparlampen gibt es nur in hässlichen Formen

  • TOP 4
    LED-Produkte sind Zukunftsmusik

  • TOP 3
    Künstliches Licht macht krank

  • TOP 2
    Die Strahlung von Energiesparlampen ist gefährlich

  • TOP 1
    Die Alternativen sind Ursache für die Zivilisationskrankheiten (wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Störungen des Immunsystems, Brustkrebs und Prostatakarzinom)



Eine fachliche Stellungnahme zu all diesen Thesen bekommen Sie  gerne von der Redaktion. Bitte schreiben Sie in diesem Fall eine E-Mail an info@highlight-verlag.de .
Bei all der Diskussion um den Sinn oder Unsinn der EU-Verordnung wird eines primär vergessen – das Ziel heißt „Energie sparen“ und nicht „Energiesparlampen kaufen“! Ob man nun Energiesparlampen mag oder nicht, ist sicherlich auch eine Geschmacksfrage, und es gibt Anwendungsbereiche, in denen sie nicht immer die optimale Alternative sind. Zumindest für die meist verbreiteten Fassungen der E27- und E14-Allgebrauchslampen gibt es Alternativen ohne Leuchtstoff und Quecksilber. Gemeint sind Hochvolthalogen-Leuchtmittel, die in eine klassische Lampenform gebracht wurden und als eine hervorragende Alternative für die Glühlampe zu sehen sind.   

Der Innovationszyklus der Lampenindustrie ist in den letzten Jahren stetig verkürzt worden. Gerade die namhaften Anbieter wie Megaman, Osram und Philips haben als Marktführer die Entwicklung energieeffizienter Lösungen an den Markt gebracht.  Letztere starten nun im September mit einer ernsthaften Alternative auf LED-Basis, die sicherlich zeigt, dass die LED-Technik jetzt auch noch schneller in den Markt kommen wird, als bisher angenommen. Sicherlich lässt sich derzeit nicht jedes Leuchtmittel mit neuer Technik ersetzen, man darf aber in naher Zukunft mit weiteren Lösungen rechnen.

Fachliche Informationen zum Thema „Macht künstliches Licht wirklich krank?“ finden Sie in unserem kostenlosen Whitepaper von Kerstin Matthies auf unserer Homepage in der Rubrik WISSEN.


http://www.scienceticker.info/2009/08/26/vom-licht-das-uns-alle-umbringt/
http://www.bfs.de/de/elektro/papiere/Energiesparlampen.html
http://www.zumtobel.de/de/de/press_company_99640.htm
http://www.test.de/themen/umwelt-energie/test/-Energiesparlampen/1743805/1743805/1743404
http://www.test.de/themen/umwelt-energie/meldung/-Aus-fuer-die-Gluehlampe/1791221/1791221/1801328/
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