Osram feiert Meilenstein in der OLED-Fertigung

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit seiner Initiative OLED 2015, die die Entwicklung organischer Elektronik vorantreibt. „Aus Regensburg kommt heute ein wichtiges Signal für den Hightech-Standort Deutschland und die Sicherung hochwertiger Arbeitsplätze“, sagte Wolfgang Dehen, Vorstandsvorsitzender der Osram AG.

„Die Eröffnung der OLED-Produktionsanlage in Regensburg beweist die führende Position Deutschlands bei der Einführung dieser Zukunftstechnologie“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. „Das ist auch ein Erfolg für unsere Innovationspolitik und eine gute Nachricht für die Verbraucher.“

Osram hat in den Aufbau der Produktion seit einem Jahr rund 20 Millionen Euro investiert und beschäftigt heute über 220 Mitarbeiter am Standort Regensburg West. Mit der neuen Pilotproduktionslinie wird Osram transparente OLED-Panels fertigen können, die Helligkeit der OLED verdoppeln sowie Lebensdauer und Effizienz weiter steigern. In der letzten Ausbaustufe sollen die Herstellungskosten um 90 Prozent sinken.

„Wir waren als erstes Unternehmen schon vor zwei Jahren mit seriellen OLED-Produkten auf dem Markt. Die neue Produktion ist ein großer Sprung auf dem Weg zur Breitenanwendung“, sagte Martin Goetzeler, Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer der Osram AG. Neben der bereits heute massenmarkt-tauglichen LED sind OLED die Lichtquelle der Zukunft.

Osram hat als einziges Unternehmen Produktionsstätten für LED und OLED in Europa. Zwei Drittel seiner Investitionen in Forschung und Entwicklung fließen heute bereits in die Themen LED und OLED. In den vergangenen fünf Jahren hat Osram rund 50 Millionen Euro in die Erforschung und Entwicklung von OLED investiert. Wie bei der Leuchtdiode deckt Osram auch bei der OLED alle Integrationsstufen ab.
Das Portfolio umfasst OLED-Panels, Module sowie komplette Leuchten. Rein technisch handelt es sich bei OLED wie bei ihrer Schwestertechnologie LED um Halbleiter, die Strom in Licht umwandeln. Während LED ausgehend von einem winzigen leuchtenden Chip Licht punktförmig abgeben, erzeugen die so genannten OLED-Panels eine leuchtende Fläche.

Dazu werden verschiedene organische Kunststoffe auf ein Grundmaterial aufgedampft. Die leuchtende Schicht der OLED ist ca. 400 Nanometer dick – das entspricht dem Hundertstel eines menschlichen Haares. Im ausgeschalteten Zustand können OLED je nach Grundmaterial spiegelnd, neutral weiß oder transparent gestaltet werden.

Bereits in der letzten Woche hatte Osram zudem eine Neuorganisation der Bereiche bekannt gegeben.  „Wir werden schneller, effizienter und effektiver und können künftig noch frühzeitiger Technologie mit den Kundenbedürfnissen verknüpfen“, so Martin Goetzeler. Mit dem 1. September 2011 gründet Osram die Business Unit General Lighting (GL).

In der neuen Einheit werden die Geschäfte der beiden Business Units Professional und Consumer Lighting zusammengefasst. Dabei wird auch der regionale Vertrieb in die Verantwortung der Business Unit überführt. Kernprinzip der strukturellen Veränderung ist die volle Verantwortung der Geschäftseinheit über die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion über die Lieferanten bis hin zum Kunden.

Die Leitung von General Lighting übernimmt Klaus-Günter Vennemann, bislang CEO von Professional Lighting. Christian Schraft, bislang verantwortlich für Consumer Lighting, übernimmt die Konzernstrategie und zugleich das neu geschaffene Ressort Corporate Marketing.
Osram - www.osram.de
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