Talq-Spezifikation 2.0 für ein Smart-City-Protokoll veröffentlicht

6.07.2018

Das Talq-Konsortium, hat einen internationalen Standard für Schnittstellen und Zertifizierung von Smart-City-Anwendungen inklusive Straßenbeleuchtungsnetzwerke entwickelt. Dessen Weiterentwicklung zur Version 2.0 wurde krzlich abgeschlossen. Die neue Version basiert auf einem einfach zu integrierenden Protokoll mit Restful-APIs und einem Json-Datenschema. Die Integration für Firmen, die Außenbeleuchtungs- oder andere Smart-City-Lösungen anbieten, ist sehr schnell umzusetzen und ermöglicht Städten die Interoperabilität zwischen verschiedenen Anbietern.

Zentral gesteuertes Smart-City-System mit Talq.

Die Spezifikation 2.0 des Talq-Konsortiums unterläuft seit dem 2. Juni 2018 den formellen Freigabeprozess. Die offizielle Anerkennung seitens der Generalversammlung wird im Sommer 2018 erwartet. Heutzutage stehen Städte überall vor den gleichen Herausforderungen, wenn sie zu 'Smart Cities' werden möchten. Sie müssen zwischen verschiedenen Systemen für moderne Straßenbeleuchtung, Abfallentsorgung, Parkraumbewirtschaftung, Umweltdatenerfassung, Energiemanagement und vielen weiteren Anwendungen entscheiden, wobei diese Systeme über viele Jahre hinweg im Einsatz sein werden.

Städte und Kommunen wünschen sich daher eine breite Auswahl an zukunftsoffenen und interoperablen Systemen, um sich für die nächsten Jahrzehnte bestmöglich aufzustellen. Da die meisten verfügbaren Systeme proprietär und auf Datenerfassung ausgerichtet sind, hat sich das Talq-Konsortium entschlossen ein Smart-City-Protokoll zu entwickeln, um alle Smart-City-Anforderungen zu vereinheitlichen: Inbetriebnahme, Konfiguration, Steuerbefehle, Überwachung, Zeitprogramme ebenso wie Datenerfassung. Mit diesem Software-Protokoll können Städte nun Lösungen von unterschiedlichen Herstellern wählen und diese über eine einzige zentrale Steuerungsinstanz (Central Management Software) steuern.

Um die Implementierung zu vereinfachen und den Zeitbedarf zu verkürzen, hat Talq entschieden, dass die Weiterentwicklung des Protokolls auf einem Restful/Json-Konzept aufbaut. Die Entwicklung der Version 2.0 wurde erfolgreich abgeschlossen und befindet sich jetzt im formalen Zulassungsprozess. Die Dokumente, die allen Mitgliedern des Konsortiums zur detaillierten Analyse und Kommentierung übergeben wurden, beinhalten eine detaillierte Spezifikation sowie drei OAS-Dateien (Open API Specification). Parallel dazu wird in Kürze ein Dokument veröffentlicht, welches die Vorteile des Smart-City-Protokolls erläutert und das Datenmodel, die Services, Funktionen sowie die Restful/Json-Architektur im Detail beschreibt.

"Die neue Version 2.0 ist der krönende Abschluss von sechs Monaten intensiver Arbeit der technischen Arbeitsgruppe. Ich bin für dieses Engagement sehr dankbar. In den letzten Wochen wurde uns innerhalb des Konsortiums aber auch seitens der Industrie ermutigend viel Enthusiasmus entgegengebracht." berichtet Simon Dunkley, Generalsekretär des Konsortiums.

Durch das Implementieren von Talq werden Anbieter völlig frei in der Beschreibung ihrer Endgeräte. Die Anwendung der Spezifikationen soll volle Kompatibilität der Systeme gewährleisten, den Wettbewerb anregen und Kommunen ermöglichen, aus zahlreichen Lösungen auszuwählen.



 
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