Nørreport Station in Kopenhagen mit Lichtkonzept von Bartenbach

14.02.2017

Die neue Nørreport Station in Kopenhagen bietet einen attraktiven Umsteigeknoten, nutzbaren öffentlichen Raum und ein innovatives Lichtkonzept. Rund 250 000 Fahrgäste und Passanten nutzen täglich die am meisten frequentierte Bahnstation Dänemarks im Zentrum von Kopenhagen. Außerdem radeln täglich etwa 20.000 Fahrradfahrer durch Nørreport, viele parken ihr Rad und steigen in die öffentlichen Verkehrsmittel um.

Nørreport Station, Kopenhagen

Nørreport Station, Kopenhagen

Nørreport Station, Kopenhagen

Nørreport Station, Kopenhagen

Die alte Station war in die Jahre gekommen und konnte die Anforderungen als Umsteigeknoten nur mehr ungenügend erfüllen. Den Wettbewerb für die Neuordnung der Station und des öffentlichen Raums gewann ein Team der Architekten Gottlieb Paludan und Cobe in Kooperation mit Bartenbach lighting design.

Als Basis für den Entwurf diente die Analyse der Fußgänger- und Fahrradströme über den Platz. Die Bewegungslinien ergaben ein Muster, das die Architekten für die Organisation des Raumes nutzen. Zwischen den Bewegungslinien platzierten sie die notwendigen Bauten unter skulpturalen Betondächer. Gemeinsam mit diesen Flugdächern und gläsernen Pavillons gliedern Fahrradinseln den öffentlichen Raum. Sie bieten rund 2.500 Fahrrädern Platz und liegen 40 Zentimeter tiefer als der sie umgebende Freiraum.

Auch das Lichtkonzept beschränkt sich auf wenige Elemente und unterstreicht das Prinzip der Offenheit und Transparenz im Stadtraum. Es setzt rein auf LED-Technik. Elf Lichtsäulen kaschieren nicht nur die notwendigen Lüftungskanäle für die unterirdischen Bahnsteige, sie leiten auch nachts die Passanten über den Platz. Die Lichtsäulen können individuell gesteuert werden. Stärker frequentierte Bereiche wie die Zugänge zur U- und S-Bahn können also heller ausgestrahlt werden als Randbereiche - für das subjektive Sicherheitsempfinden auf dem Platz besonders wichtig.

Die in warmes Licht getauchten Flugdächer, die Kioske, Abgänge und Toiletten überspannen, wirken für die Passanten wie "Lichtmagnete". Einerseits begleiten im Betondach integrierte Lichtleisten mit Mini-LED-Downlights die frei geformten Glaswände der Pavillons, andererseits strahlen im Platz unregelmäßig verteilte LED-Uplights sanft die Unterseiten der Flugdächer an. Ein weiteres besonderes Element sind Lichtpunkte, die in die notwendigen Fahrradständer auf den Fahrradinseln integriert sind. Sie werden mit Solarzellen und Batterien versorgt. Nachts liegt ein sanfter Lichtschleier über den Fahrradinseln.

Die neue Nørreport Station zeigt, wie notwendige Infrastrukturbauten den öffentlichen Raum aufwerten können. Und genauso selbstverständlich wie sich die neuen Bauten in den Stadtraum fügen, ist das Stadtlicht Teil der Architektur.



 
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