Mit Lichtkuppeln und Lichtbänder Energie sparen

19.06.2017

Angesichts steigender Energiepreise wird das Bedürfnis der Verbraucher, Energie und Kosten einzusparen, stetig größer. Zur Reduzierung des Energieverbrauches trägt die Beleuchtung von Gebäuden mit Tageslicht erheblich bei. Die Mitglieder des Fachverbandes Tageslicht und Rauchschutz e.V. (FVLR) bieten Architekten und Planern professionelle Unterstützung bei der Projektierung und Realisierung von lichttechnischen Konzepten mit Tageslicht.

Lichtbänder bieten Komplettlösungen rund um Ta-geslicht, Rauchabzug und Lüftung, Foto: FVLR Fachverband Tageslicht und Rauchschutz e.V., Detmold

Neben der Gebäudehülle und der Anlagentechnik für Beheizung, Warmwasserbereitung und Lüftung werden in Nicht-wohngebäuden nach DIN V 18599 auch die Kühlleistung und der Energiebedarf für die Beleuchtung bewertet. Teil 4 der Norm erlaubt die Beurteilung aller Energiemengen, die für die Beleuchtung von Gebäuden notwendig sind. Dabei wird auch die Tageslichtversorgung berücksichtigt.

Konkret heißt das: Je mehr Tageslicht zur Beleuchtung eingesetzt wird, desto geringer ist der Vollbetriebszeitfaktor (fv) für die künstliche Beleuchtung. Wird das natürliche Licht optimal genutzt, kann der Energieverbrauch für die Beleuchtung von Bürogebäuden während der üblichen Nutzungszeiten im Vergleich um bis zu 75 Prozent reduziert werden. Bei der Planung des Beleuchtungskonzepts eines Neubaus sollte die kostenlose Lichtquelle Tageslicht daher immer berücksichtigt werden.

In Bürogebäuden ist eine effiziente Tageslichtnutzung durch Fenster möglich. Sonnenschutzeinrichtungen und Systeme zur Tageslichtlenkung verhindern, dass das einfallende Sonnenlicht die Kühllast des Gebäudes erhöht. Doch die Betreiber von großen Produktions- und Lagerhallen stehen vor einer Herausforderung: Ab einer Raumtiefe von etwa 4,5 Metern liefern Fenster in der Fassade nicht mehr ausreichend Tageslicht, um auch die hinteren Raumbereiche auszuleuchten. Hier sind andere Beleuchtungskonzepte notwendig. Lösungen bieten in das Dach integrierte Lichtkuppeln und Lichtbänder.

Im Gegensatz zu Fenster- und Fassadenöffnungen wird der Tageslichteinfall durch Oberlichter nicht von der Gebäudeausrichtung beeinflusst. Bei gleichmäßig bedecktem Himmel ist die Leuchtdichte aus dem Zenit dreimal höher als die des Seitenlichtes vom Horizont. Das erhöht nicht nur die Lichtausbeute, sondern ermöglicht auch eine gleichmäßige und blendfreie Be-leuchtung der Räume.

Darüber hinaus können Dachoberlichter in Form von Lichtkuppeln und Lichtbändern zur natürlichen Lüftung eingesetzt werden. Aufgrund ihrer hohen Einbaulage im Dachbereich leiten sie bei entsprechenden Zuluftöffnungen verbrauchte Luft ins Freie und sorgen für ein angenehmes Raumklima. Einmal installiert, verursacht das natürliche Lüftungssystem nahezu keine Kosten – denn es arbeitet weitgehend energiefrei.



 
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09.10.2017 Lichtplaner-Akademie: Zertifizierter Lichtplaner Innen- und Außenbeleuchtung

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