Mader & Wiermann inszenieren Apollo-Pavillion in Peterlee (GB)

17.05.2019

Der weitgespannte, dreifache Anlass für die Lichtinszenierung war das 50jährige Bestehen der Siedlung sowie des zentralen "Apollo-Pavillons" von Victor Pasemore, der ebenfalls 50jährige (namensgebende) Jahrestag der Apollo-Mondlandung sowie das Bauhaus im 100sten Jahr seiner Gründung, auf dessen Lehren auch Pasemores Wirken aufbaute.

Apollo-Pavillion von Victor Pasemore in Peterlee (GB). Foto Harry Riccardo / The Estate of Victor Pasmore

Apollo-Pavillion von Victor Pasemore in Peterlee (GB). Foto Harry Riccardo / The Estate of Victor Pasmore

Die abstrakten und ineinander verschachtelten Beton- Kuben erzeugen eine starke räumliche Präsenz durch das Wechselspiel zwischen schweren Volumina und Leerräumen. Die Kubatur ist in ihrer Vielfalt kaum greifbar.

Die Künstler reagierten zunächst mit einer zweidimensionalen, abstrakten und auf schwarz-weiss reduzierten Bespielung, die virtuell durch das Gebäude gelegt wird. Erst auf der Oberfläche des Pavillons entsteht die dritte Dimension – durch den "Widerstand" der Architektur.

Die so entstehenden Strukturen bewegen sich ohne Einflüsse aus dem 3D-Raum auf dem Gebäude - ohne Interpretation durch zusätzliches Licht. Sie bringen ihre eigene 2D-Helligkeit mit, können so "durch das Haus fließen" und es umformen. Sie sind von überall gleichwertig sichtbar. Sogenannte "Einschübe" fixieren die Bespielung kurzfristig auf dem Haus.

Dreidimensionales, frei bewegliches Licht fungiert wie eine Art Gegenspieler zu den abstrakten, fließenden Strukturen. Durch den Schattenwurf ist es an die Hausoberfläche gebunden, aber es kann sich über die Bewegung in individuelle farbige Lichter aufspalten – um dann aus RGB wieder weisses Licht zu formen



 

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