Luminale 2016: "Scheinbares" an der Deutschen Bank

24.02.2016

"Scheinbares" nennt Tom Groll seine Lichtinstallation, die bei der Luminale 2016 im Rahmen der Light + Building zu sehen sein wird. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude der Deutschen Bank am Roßmarkt in Frankfurt wird vom 13. bis 18. März in den Abendstunden zur Bühne für ein außergewöhnliches Licht-Ereignis.

Tom Groll auf der Luminale 2016

Tom Groll auf der Luminale 2016

Tom Groll auf der Luminale 2016

"Ungeachtet von Raum und Zeit bietet die Fassade der Deutschen Bank mit ihren architektonischen Elementen aus dem Sakralbau eine nahezu perfekte Oberfläche für meine Lichtinstallation", sagt Tom Groll. Der Künstler wird mit modernster DLP-Projektortechnik (Digital Light Processing) historische Geldscheine auf dem Gebäude sichtbar machen und neue Perspektiven entstehen lassen.

In fließender Abfolge werden die verschiedenen Banknoten auf die 900 Quadratmeter große Fläche gebracht. Schritt für Schritt entwickelt sich beispielsweise mit der "Entführung der Europa", einem Motiv auf dem Fünf-Mark-Schein von 1950, eine geheimnisvolle Stimmung. Dann wandelt sich das Motiv: Ein überdimensionales Männergesicht erscheint zwischen Säulen, Fenstern und Balkonen. Es handelt sich um den Domprediger Johann Scheyring auf einem, von Lucas Cranach dem Älteren geschaffenen Portrait. Das Bildnis zierte den 1000-Mark-Schein von 1964 bis 1992.

In der Installation von Tom Groll werden die Geldscheine zu Werkzeugen, die die Projektionsfläche verändern und scheinbar eine Geschichte erzählen. "Dynamische Systeme, die das Weitersehen über das Vertraute hinaus erlauben", nennt es Tom Groll. "Das Detail, der Moment und der Prozess gewinnen an Relevanz, in dem sie allmählich über die Zeit wahrnehmbar werden."

Erstmalig zur Luminale kommt in Frankfurt das Multi-Media-Offroad-Vehicle (MMOV) zum Einsatz. Mit dem MMOV kann die Gebäudefassade direkt bespielt werden. Es ist Wetterschutz und mobile Einheit zugleich, ausgestattet mit Digital-Processing-Technik. Der Drei-Chip-Hochleistungsprojektor schickt das Licht von der Lampe zunächst auf den Chip. Dieser reflektiert dann das Licht mit Millionen Mikrospiegeln – einen für jeden Bildpunkt. Bei der Installation von Tom Groll sind es fast sieben Millionen Mikrospiegel. Je nach Stellung der Spiegel erscheinen dann Bildpunkte unterschiedlicher Helligkeit auf der Fläche und verwandeln so die Szenerie in ein lebendes Gebilde.

Für Tom Groll ist die Teilnahme an der Luminale 2016 in Frankfurt ein weiterer Erfolg in seiner Karriere. Der Lichtkünstler aus Lüdenscheid hat die Installation "Scheinbares" bereits bei den "Lichtungen 2015" in Hildesheim erfolgreich präsentiert. Dass er jetzt in der Finanzmetropole Europas das historische Gebäude der Deutschen Bank bespielen darf, ist für ihn Herausforderung und Faszination zugleich. Seit 2001 arbeitet Tom Groll bevorzugt mit Licht in Installationen und Interventionen im öffentlichen Raum.

Unterstützt wird das Luminale-Projekt von Lang Medientechnik, Visual Drugstore, Siegerbrauckmann und der Deutschen Bank.



 

Top Themen



Bürobeleuchtung mit Philips CoreLine

Philips CoreLine für Bosch in München

Seit mehr als 125 Jahren steht der Name Bosch weltweit als Inbegriff für Innovation und zukunftsweisende Technik. Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit sind wichtige Grundpfeiler des...


Termine

Weiterbildung

05.04.2016 Lichtplaner-Akademie DIALUX-Training

27.05.2016 Basiszertifikat Lichtplanung Innenbeleuchtung - Lichtplaner-Akademie

27.05.2016 Lichtplaner-Akademie - Training Kommerzielles Licht

Messen

12.10.2016 Belektro 2016

15.02.2017 Elektrotechnik 2017

14.09.2017 EHI Retail Design Konferenz

Events





RSS


HIGHLIGHT WEB | Braugasse 2 | D-59602 Rüthen | highlight(at)huethig.de