Lichtkunst-Projekt zum Weltkriegs-Gedenken am Kölner Dom

5.11.2018

Ende September erlosch die Bewegtbild-Projektion "Dona nobis pacem" auf der Südfassade des Kölner Domes. Mit anhaltendem Applaus ging ein fünftägiger Projektions-Marathon zu Ende.

Bewegtbild-Projektion "Dona nobis pacem" am Kölner Dom. Foto: Detlef Hartung / Georg Trenz

Bewegtbild-Projektion "Dona nobis pacem" am Kölner Dom. Foto: Detlef Hartung / Georg Trenz

Bewegtbild-Projektion "Dona nobis pacem" am Kölner Dom. Foto: Detlef Hartung / Georg Trenz

Bewegtbild-Projektion "Dona nobis pacem" am Kölner Dom. Foto: Detlef Hartung / Georg Trenz

Bewegtbild-Projektion "Dona nobis pacem" am Kölner Dom. Foto: Detlef Hartung / Georg Trenz

Bewegtbild-Projektion "Dona nobis pacem" am Kölner Dom. Foto: Detlef Hartung / Georg Trenz

Bewegtbild-Projektion "Dona nobis pacem" am Kölner Dom. Foto: Detlef Hartung / Georg Trenz

Bewegtbild-Projektion "Dona nobis pacem" am Kölner Dom. Foto: Detlef Hartung / Georg Trenz

Insgesamt haben mehr als 150.000 Kölnerinnen und Kölner, Pilger der Domwallfahrt und internationale Gäste der Photokina gesehen, wie sich Deutschlands bekanntestes Bauwerk in einen Leuchtturm des Friedens und ein Mahnmal gegen Hass und Hetze verwandelte.

Allabendlich verwandelten Tausende von Menschen den Roncalliplatz in ein Lichtermeer. Friedenslichter konnten an Wortskulpturen abgesetzt werden, die das Wort Frieden in zwölf verschiedenen Sprachen darstellten.

Die Bewegtbild-Projektion der Medienkünstler Hartung & Trenz reichte bis in die Turmspitze in 157 Metern Höhe. Sie erinnerte an die Schock-Erfahrungen des Ersten Weltkrieges, den misslungenen Frieden danach und die unzerstörbare Sehnsucht der Menschen nach Frieden. Thematisiert wurden die größten Zukunftsgefahren: das Freund-Feind-Denken, fehlender Respekt, Mangel an Mitgefühl und die Verweigerung des Dialoges.

Das Projekt ‚Dona nobis pacem’ ist nicht vom Himmel gefallen. Es stand am Ende eines langen Weges, den Projektkoordinator Westermann Kulturprojekte gemeinsam mit dem Kölner Dompropst Gerd Bachner gegangen sind. Fast zwei Jahre hat es in Anspruch genommen bevor die Zeit reif war. Ausgangspunkt war die Domwallfahrt 2018. Sie sollte neuen Schwung gewinnen und sich auch für Menschen öffnen, die nur entfernte eigene Erfahrungen mit Kirche haben. In aufgewühlten Zeiten, in denen plötzlich Selbstverständlichkeiten im Miteinander, auf den Straßen, in der Politik und den Medien fragwürdig werden oder über Bord gehen, sollte sich Kirche als ein Ankerplatz erweisen für das Nachdenken, zum Innehalten, Kraftschöpfen und für das Erlebnis, nicht allein gelassen zu sein mit den eigenen Fragen und Antworten.

In Paris wird es am 11.11. eine internationale Veranstaltung mit Macron geben. Das Projekt "Dona nobis Pacem" wird dort ebenfalls präsentiert und vermutlich das stärkste visuelle Zeichen aus Deutschland zu diesem Anlass sein.



 

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