Lamilux-Glaselement in Nürnbergs höchstgelegene Kindertagesstätte

7.05.2018

Die Kindertagesstätte 'Wolke 10' in Nürnberg hat seit ihrer Einweihung 2015 bereits mehrere Architekturpreise gewonnen: für ihren Standort auf einem 1979 gebauten Parkhaus in der Innenstadt und für ihr Konzept, einen ungenutzten und ungewöhnlichen Ort in einen idealen Raum für Kinder zu verwandeln.

Kindertagesstätte 'Wolke 10' in Nürnberg mit Tageslichtfenster von Lamilux. Foto: Querwärts Architekten

Kindertagesstätte 'Wolke 10' in Nürnberg mit Tageslichtfenster von Lamilux. Foto: Querwärts Architekten

Die Kindertagesstätte wurden vom Nürnberger Architektenteam Querwärts für maximal 50 Kinder mit zwei altersgemischten Gruppen im Alter von 3 bis 6 Jahren und drei Krippengruppen mit je 12 Kindern im Alter von 1 bis 3 Jahren geplant.

Querwärts: "Das Konzept sieht eine integrative und interkulturelle Nutzung des Kindergartens mit musikalischer Förderung vor. Aus ökologischen uns statischen Gründen wurde der Kindergarten in Holzständerbauweise erstellt, welche aber auch hervorragend zum 'Wohlfühlklima' beiträgt."

Zu diesem Konzept gehört auch ein Tageslichtelement aus dem Hause Lamilux – farblich an dem orangen Farbschema des darunterliegenden Raumes orientiert. Knapp siebzehn Meter ist das Parkdeck hoch, auf dem die 'Wolke 10' schwebt. Die unbestritten höchstgelegene Kindertagesstätte Nürnbergs entstand unter anderem wegen der hohen Bebauungsdichte in der Nürnberger Südstadt an diesem ungewöhnlichen Ort.

Und dort hat sie nun einiges zu bieten, etwa einen unverbauten Burgblick, einen begrünten und mit Bäumen bepflanzten Außenspielbereich und Panoramafenster bei gleichzeitiger Nichteinsehbarkeit von außen.

Im Innenbereich schaffen Farb- und Formdesign eine kindgerechte Atmosphäre. Zu dieser trägt auch das Flachdachfenster in der innenliegenden Umkleide bei. Das von Lamilux gefertigte und montierte CI-System Glaselement FE bringt auf einer Fläche von 2,25 m² Tageslicht von oben, sein orange verkleideter Aufsatzkranz transportiert das Licht wie warme Sonnenstrahlen in den sonst fensterlosen Raum.

Kita-Leiterin Cornelia Dommer ist überzeugt von der positiven Wirkung natürlichen Lichts für Kinder. Sie hat sich deshalb bewusst für das Oberlicht entschieden: "Der Lichteinfall von oben ist etwas ganz Besonderes. Er erhellt den dunklen Raumbereich, wodurch auch Deckensleuchten ersetzt werden konnten." Der Kunstlichtbedarf sei dadurch maßgeblich gesunken, was sich natürlich auch in den Betriebskosten rechne. Die Expertin resümiert: "Es ist gut, dass der momentane Trend im Kita-Bau hin zu großem Tageslichteinfall geht. So wird der natürliche Tagesrhythmus ins Gebäude gebracht. Das ist vor allem auch für Kinder sehr wichtig."

Um Blendwirkungen zu vermeiden und an heißen Sommertagen Wärmeschutz zu gewährleisten, ist das Glaselement mit einem außenliegenden Rollladen ausgestattet. Ein Gefälle des Flachdachfensters von 3° sorgt zudem für stufenlosen Wasserablauf an Regentagen, sodass sich kein Schmutzfilm bilden kann. Wie nahezu alle Baumaterialien wurde auch das vollständig vormontierte Glaselement mit einem Baukran von der Straße auf das Parkdeck gehoben. Die Mühe hat sich gelohnt: Denn heute dient das Oberlicht nicht nur als Hingucker, sondern trägt mit seinem komplett wärmebrückenfreien System und der großen Tageslichtausbeute auch zur verbesserten Energiebilanz des Gebäudes bei.



 
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