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Joint Venture Osram Continental nimmt Betrieb auf

1.08.2018

Die Technologieunternehmen Continental und Osram schicken ab sofort ihr Gemeinschaftsunternehmen Osram Continental GmbH ins Rennen. Nach erfolgreichem Abschluss aller Verhandlungen und erteilter Fusionskontrollfreigaben ist das Joint Venture damit wie geplant im zweiten Halbjahr 2018 gestartet.

Finanzchef Harald Renner und Geschäftsführer Dr. Dirk Linzmeier von Osram Continental

Osram Continental ist zum Start weltweit mit rund 1.500 Mitarbeitern an 16 Standorten mit Hauptsitz in München vertreten. Mittelfristig ist geplant, den Hauptsitz nach Garching zu verlegen. Das Joint Venture strebt einen Jahresumsatz im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich an. Continental und Osram sind jeweils zu 50 Prozent am Joint Venture beteiligt, welches bei Osram voll konsolidiert wird. Osram Continental plant bis zu zweistellige Wachstumsraten jährlich für die nächsten fünf Jahre. Hintergrund ist ein stark wachsender Markt für LED- und laserbasierte Lichtmodule, -lösungen und der dazugehörigen Elektronik. Erste im Joint Venture entwickelte Produkte sollen bis 2021 serienreif sein.

Dirk Linzmeier, CEO von Osram Continental, blickt bereits erwartungsvoll auf den Start des Joint Ventures:
"In den vergangenen Monaten haben wir viele Weichen gestellt, um ein neues Unternehmen zu schaffen, das die Zukunft automobilen Lichts neu denkt. Aufbauend auf starken Wurzeln werden wir mit Osram Continental wichtige Impulse im Markt setzen."

"Mit dem Start des Gemeinschaftsunternehmens schaffen wir Verlässlichkeit für die Weiterführung des Geschäfts im Bereich der intelligenten Automobil-Beleuchtung. Zudem erhöhen wir mit unserem Team aus Management und Experten beider Häuser sowohl Innovationstempo als auch Effizienz und Integration. Ich freue mich außerordentlich auf die Entwicklung spannender Produkte gemeinsam mit unseren neuen Kollegen", sagte Harald Renner, CFO und Teil der Geschäftsführung der Osram Continental GmbH.

Der Markt für Kraftfahrzeugbeleuchtung in der Automobilindustrie befindet sich aktuell in einer Umbruchphase hin zu halbleiterbasierten Technologien in der Beleuchtung. Dabei gewinnen Software und Elektronik kontinuierlich an Einfluss. Continental und Osram kombinieren deshalb ihre Stärken in den jeweiligen Bereichen und beabsichtigen, hochmoderne Scheinwerfermodule sowie Lösungen für die Heck- und Innenbeleuchtung für Automobilhersteller und Zulieferer zu entwickeln.

Das Joint Venture soll die zunehmende Digitalisierung in der Fahrzeugbeleuchtung nutzen, um intelligente Beleuchtungsfunktionen für Fahrzeuge komplett aus einer Hand zu produzieren. Mit dem geplanten Ansatz, Beleuchtung und intelligente Elektronik zu vereinen, soll außerdem die Marktdurchdringung der LED-Technologie in allen Fahrzeugsegmenten beschleunig werden.

So soll das Unternehmen nicht nur softwarebasierte Lösungen für eine konfigurierbare Beleuchtungsverteilung, beispielsweise für blendfreies Abblend- und Fernlicht zum Einsatz bringen, sondern zudem intelligente Beleuchtungsfunktionen entwickeln. So könnten z. B. auf Basis von Daten aus Navigation und Sensoren, Fahrzeuge mit diesen Lösungen künftig etwa Warnhinweise für andere Verkehrsteilnehmer auf die Fahrbahn projizieren.



 
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