Erfolgreiches Projekt der Little Sun Foundation in Ruanda

9.04.2018

Saubere, verlässliche und bezahlbare Energie zu den 1,1 Milliarden Menschen in der Welt zu bringen, die ohne konstante Stromversorgung leben, ist das Ziel des Little Sun Projektes, das 2012 von Künstler Olafur Eliasson und Ingenieur Frederik Ottesen ins Leben gerufen wurde. Der neu gegründete "Little Sun Foundation e.V." ist eine Erweiterung des Projektes und knüpft da an, wo die Vertriebsmodelle des Social Business nicht greifen.

Die Little Sun Foundation bringt Hilfe in Form von Solarenergie in die am stärksten von der Energiearmut betroffenen Teile der Erde: abgeschiedene Schulen und Gemeinden, Geflüchteten-Camps und von Naturkatastrophen betroffene Regionen.

Sie bringt Hilfe in Form von Solarenergie in die am stärksten von der Energiearmut betroffenen Teile der Erde: abgeschiedene Schulen und Gemeinden, Geflüchteten-Camps und von Naturkatastrophen betroffene Regionen. Mit dem "Solar Kids School Program", dem ersten offiziellen Projekt der Little Sun Foundation, wurden bereits erfolgreich Gelder für 3.200 Little Sun Solarlampen gesammelt und an fünf Schulen im ländlichen Ruanda verteilt.

Der Weltbank zufolge haben 1,1 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberer und nachhaltiger Energie. Millionen von Schulkindern lernen unter erschwerten Bedingungen – nach Einbruch der Dunkelheit erledigen sie ihre Hausaufgaben, wenn überhaupt, im Licht von teuren und gesundheitsschädlichen Petroleumlampen.

Der UNHCR, die UNO Flüchtlingshilfe, gab bekannt, dass allein im Jahr 2016 eine erschreckend hohe Zahl von 65,6 Millionen Menschen aus ihrem Zuhause vertrieben wurde und ohne verlässlichen Strom auskommt. Armut zu beenden ist das oberste Ziel der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Um dies zu erreichen sind zwei Faktoren von wesentlicher Bedeutung: hochwertige Bildung und Zugang zu erschwinglicher, zuverlässiger und nachhaltiger Energie.

Die Little Sun Foundation geht genau diese zwei Punkte an, wie Olafur Eliasson erklärt: "Das Ziel der Foundation besteht darin, die Menschen mit Energie zu versorgen, die sie am dringendsten brauchen. Ein Solarmodul liefert Zugang zu Energie. Das kann einen enormen Effekt auf die eigene Lebenswelt haben. Es wirkt sich auf die Bildung und Sicherheit aus und beeinflusst die Lebensqualität in vielerlei Hinsicht. Gemeinsam können wir das Ziel 7 der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung erreichen: Klimagerechtigkeit und Energiezugang für alle. Als Künstler glaube ich an unsere kollektive Fähigkeit, die Realität mitzugestalten, Denken in Taten und Hoffnung in Handeln umzusetzen – um so die Welt zu verändern."

Mit dem "Solar Kids School Program" konnte der Verein im Rahmen seines Projektes bereits einen Erfolg verzeichnen. Im Februar 2018 wurden 3.200 Solarlampen an fünf Schulen im Bezirk Kamonyi verteilt, um Kindern auch nach Einbruch der Dunkelheit die Möglichkeit zu geben, im Licht der Little Sun-Lampe zu spielen, zu lesen und ihre Hausaufgaben zu erledigen.

Darüber hinaus erhielten auch 100 Lehrer im Bezirk einen "Little Sun Charge", ein solarbetriebenes Ladegerät für Handys und andere Kleinelektronik, um so in Verbindung bleiben und Lernmaterialien für den Unterricht vorbereiten zu können. Gemeinsam mit dem Partner "Safer Rwanda" wurden Lehrern und Kindern die Vorteile der Solartechnik und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Solarlampen in Seminaren vor Ort vermittelt.

Im Bezirk Kamonyi haben 96,5 Prozent der Bevölkerung keinen Strom zu Hause. Das gesamte Jahr über geht dort die Sonne bereits um 18 Uhr unter und alle Arbeiten werden beendet. Der Lebensunterhalt der meisten Familien hängt von der Landwirtschaft ab. Kinder helfen oft auf den Feldern nach der Schule bis zum Einbruch der Dunkelheit, was bedeutet, dass ihre Lernzeit oft auf die Abendstunden beschränkt ist. Die ist erheblich, da in Kamonyi – genau wie im Rest Ruandas – die Hälfte der Bevölkerung jünger als 19 Jahre ist. Zu Hause benutzen Familien Petroleumlampen, Kerzen oder batteriebetriebene Taschenlampen, um Hausarbeiten zu erledigen, zu kochen und zu lesen. Diese Lichtquellen können jedoch teuer, giftig und schädlich für die Augen sein.

Die Little Sun Foundation wurde mit dem Ziel gegründet, diese Kinder zu unterstützen. "Immer mehr Familien in Ruanda erhalten Zugang zu Energie, aber es sind noch lange nicht alle Menschen erreicht. Deshalb hilft uns die Arbeit der Little Sun Foundation bis jede Schule und jeder Haushalt in Ruanda elektrifiziert ist", so Kamonyis Bezirksleiterin Mandela Muzinga Sam. Bis die Elektrifizierungsrate des Landes steigt, haben sich kleine tragbare Solarlampen und Ladegeräte für Mobiltelefone als die beste technologische Alternative für die Bevölkerung erwiesen. Eine kleine Solarlampe kann dabei einen großen Einfluss auf das Leben von Kindern und ihren Familien haben. Das sichere und gesunde Licht hat nicht nur einen erheblichen Einfluss auf die Bildung und das Selbstbewusstsein von Schulkindern, sondern auch auf Gesundheit und Umwelt. Die Little Sun Foundation arbeitet mit Partnern wie Oxfam, Save the Children, UNHCR und IOM zusammen, um Geflüchteten und Schulkindern, die ansonsten keinen Zugang zu sauberer Energie haben, hochwertige und langlebige Solarprodukte zu liefern.



 
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