Adäquates Licht für moderne Kunst
Wie sich ein ehemaliges Bankgebäude in ein Museum für moderne Kunst verwandeln lässt, zeigt das Museum Gunzenhauser in Chemnitz. Dem Büro Volker Staab Architekten ist es gelungen, eine respektvolle Synthese aus Bestand und zeitgenössischer Architektur zu schaffen. Dazu trägt das vom Büro Licht Kunst Licht entwickelte sensible Beleuchtungskonzept bei, das speziell auf die lichtempfindlichen Exponate - deutsche Kunst aus dem 20. Jahrhundert, darunter zahlreiche Gemälde von Otto Dix - abgestimmt wurde.
Die Fassaden des alten Bankgebäudes blieben bestehen, wurden aber wirkungsvoll mit einer Art Schaukästen in einigen Fenster-öffnungen aufgewertet. Die Transformation in ein Haus für die Sammlung Gunzenhauser wird so auch in die Stadt hinein sichtbar.
Foto: Werner Huthmacher für Regiolux
In der ehemaligen Kassenhalle werden die Besucher in einer hellen Atmosphäre empfangen. Lichtvouten mit MLF-Lichtleisten von Regiolux richten das Augenmerk auf Kassenkubus und Treppenhaus, die sich in warmer, lichterfüllter Farbigkeit im Foyer abheben.
Foto: Werner Huthmacher für Regiolux
Alle Räume werden so belichtet, dass nie höhere Beleuchtungsstärken als maximal 50 lx auf den Ausstellungswänden entstehen. Lichtdecken sowie Lichtvouten in Decken und Fenstern tragen in Verbindung mit blendfreiem Tageslicht dazu bei, dass die Bilder dennoch optimal zur Geltung kommen.
Die Lichtvouten in den Decken betonen die Nahtstellen zwischen nachträglich eingebauten Elementen und ursprünglichem Bestand - beispielsweise die Kaskadentreppe, die jetzt einladend die Ausstellungsgeschosse miteinander verbindet: Sie wird zum Ausstellungsraum hin von einer durchlaufenden Lichtvoute optisch betont.
Die Reflexion des tiefroten Bodens erzeugt eine spannende Atmosphäre von warmer, lichterfüllter Farbigkeit. Ganz ähnlich verhält es sich im Kassenbereich, wo die roten Flächen im Inneren des Kubus ebenfalls durch die Lichtvoute über der Decke sanft eingeblendet werden. Auch in die Fenster wurden Lichtvouten installiert. Hinter einem transluzenten textilen Blendschutz füllt eine T5-Lichtleiste die Fensteröffnungen auch am Abend mit Licht und verhindert, dass sie zu schwarzen Löchern werden. Die Gebäudestruktur bleibt also auch bei Dunkelheit für die Besucher erfahrbar.
Auf den drei Stockwerken des „Palazzo Italia“ – in jener „Stadt der Menschen“, wo Kunst, Design, Mode, technischer und wissenschaftlicher Fortschritt ihren Platz haben, wurden iGuzzini Leuchten der jüngsten Generation eingesetzt. Einige davon wurden sogar eigens entwickelt, um die verschiedenen Anforderungen des Pavillons zu erfüllen. Sie alle sind energiesparend und werden vollständig durch Lichtmanagementsysteme gesteuert. Das Licht inszeniert das von Giancarlo Basili gestaltete Interieur und macht seine Interpretation des Besten aus Italien für die Besucher erfahrbar.
In der Ausstellungsebene im Erdgeschoss wird in fünf Räumen jeweils ein Stück Geschichte und Zukunft des großen kulturellen Reichtums Italiens erzählt. „Italy in Motion“, The Making of“, „I-Tech“, „Joy of Living“ und „A bite of Italy“ heißen die Räume, die gemeinsam mit den Büroräumen, dem Restaurant und dem Auditorium von iGuzzini beleuchtet werden.
Das Licht hebt Formen und Farben eines „Made in Italy“ hervor, welchem ein unvergänglicher Zauber innewohnt. Strahler des Typs Tecnica oder Le Perroquet, Cestello Wandleuchten, Einbauleuchten der Modelle The Reflex oder Led Plus und Pendelleuchten i88 sind nur einige der vielen Produkte, die für dieses außergewöhnliche architektonische Werk ausgewählt wurden.
Wenn sich das Dunkel der Nacht über Shanghai senkt, zeigt sich der italienische Pavillon, durchsichtig und im inneren Kern lebendig, in seinem nächtlichen Bild und macht das Gewimmel der Menschen, das Leuchten des Geistes, das Licht des Wissens sichtbar.
Bauherr:
Stiftung Gunzenhauser
Architektur:
Volker Staab Architekten, Berlin
Lichtplanung:
Licht Kunst Licht, Bonn/ Berlin
TGA Elektro:
Elektroplanungsbüro Künzel, Chemnitz
Lichtvouten:
Regiolux, Königsberg
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